Heute und morgen in und bei Hamburg: „Wie sicher ist Afghanistan?“

Heute und morgen spreche ich bei zwei Veranstaltungen in Hamburg und Geesthacht (bei Hamburg) zum Thema „Wie sicher ist Afghanistan?“

Besuch im „nur für Afghanen sicheren Afghanistan“ (nach „Präzisierung durch das Bundesverteidigungsministerium). Protest-Postkarte von Pro Asyl.

 

Hier die Einzelheiten:

 

Mittwoch, 22.3.2017, Hamburg

Wie sicher ist Afghanistan?

Bebilderter Vortrag von Thomas Ruttig, Direktor des Afghanistan Analysts Network, zur Sicherheitslage in Afghanistan.

Im Anschluss moderiert Dr. Margret Johannsen vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) ein Gespräch mit Flüchtlingen aus Afghanistan.

Wo? Gemeindehaus der ev.-luth. Kirchengemeinde Blankenese, Mühlenberger Weg 64 a, 22587 Hamburg-Blankenese

Wann? 22. März 2017, 20 Uhr

Einige Bundesländer, darunter auch Hamburg, schieben afghanische Flüchtlinge ab und berufen sich dabei auf Aussagen wie die von Innenminister Lothar de Maizière, dass Schutzsuchende aus Afghanistan die Möglichkeit des Verbleibs in ihrer Heimat hätten und dort „sichere Zufluchtszonen“ existierten.

Thomas Ruttig hat sich im Friedensgutachten 2016 mit dieser Behauptung auseinandergesetzt. Von solchen Zonen könne derzeit nicht die Rede sein. Er begründet dies mit dem kleinteiligen und kaum abgrenzbaren Muster territorialer Kontrolle und den verschiedenen Fluchtursachen, die von politischer Verfolgung bis zu akuter Bedrohung durch Angriffe der Taliban sowie durch Übergriffe bewaffneter Regierungskräfte und Milizen reichen.

Weiterführende Informationen:

Veranstaltungskalender Blankenese

Afghanistan Analysts Network

Afghanistan Zhaghdablai, (dieser) Blog von Thomas Ruttig über Afghanistan
Anschlag im Kabuler Stadtteil Taimani, Foto: Killid Group

3) Donnerstag, 23.3.2017, Geesthacht (bei Hamburg)

Einladung zur Podiumsveranstaltung am Donnerstag, den 23.03.2017 in Geesthacht:

Informationen und Diskussion

Afghanistan ist nicht sicher!

Afghanistan – ein Land, in das Geflüchtete zurückgeschickt werden können? Afghanischen Kriegsflüchtlingen, Frauen als Opfer systematischer Gewalt und der Zwangsrekrutierung fliehenden Kindern gerät die pauschale Einschätzung „sicherer und zumutbarer interner Schutzalternativen“ zur lebensgefährdenden Zumutung.

Doch die Bundesregierung hält daran fest, plant und vollzieht Abschiebungen in der Logik eines bilateralen und des EU- afghanischen Rückführungsabkommens. Schleswig-Holstein hingegen hat am 14.Februar 2017 einen zunächst dreimonatigen Abschiebungsstopp verkündet.

Um welche Interessen geht es bei dem Rückführungsabkommen?

Wie ist die Situation der afghanischen Zivilgesellschaft?

Wie ist die Situation Abgeschobener?

Wie lässt sich die Zeit des Abschiebungsstopps in Schleswig-Holstein für ein Bleiberecht nutzen?

Welche Position und Haltung haben die Kirchen?

PODIUM 

Donnerstag ● 23. März 2017 ● 19 Uhr 

in der Christuskirche 

Neuer Krug 4, Geesthacht-Düneberg 


Es berichten und diskutieren:

Thomas Ruttig, Co-Direktor des Afghanistan Analysts Networks
Dietlind Jochims, Flüchtlings- und Menschenrechtsbeauftragte der Nordkirche
Martin Link, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
Moderation: Elisabeth Hartmann-Runge, Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Lübeck/Lauenburg

Die Veranstaltung ist zweisprachig und wird gedolmetscht von Rayana Fakhri.

Veranstaltende: Christuskirchengemeinde Geesthacht ● Kirchenkreis Lübeck/Lauenburg ● Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.

Mehr Informationen: Elisabeth Hartmann-Runge ● Tel.04541/ 889332 ● ehartmannrunge(at)kirche-ll.de

Hier der Veranstaltungsflyer:

http://frsh.de/fileadmin/pdf/termine/2017/Flyer-Afghanistan-Geesthacht_23032017.pdf

Mehr zur Lage in Afghanistan und der aktuellen Abschiebungspolitik siehe auch die Webseite des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein e.V.http://www.frsh.de/artikel/updated-abschiebungen-nach-afghanistan/
Besuch im „nur für Afghanen sicheren Afghanistan“ (nach „Präzisierung durch das Bundesverteidigungsministerium). Protest-Postkarte von Pro Asyl.