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Nach meinen beiden Artikeln über die Zerstörung der Buddhas will ich nun ein paar Fotos folgen lassen. Zwar habe ich Bamian in den Jahren 2000 und 2001 besucht, aber davon habe ich leider keine digitalen Fotos – unter den Taleban war das Fotografieren verboten, und in Bamian so wenig „Betrieb“, dass man nicht heimlich fotografieren konnte.

Die einzige Möglichkeit waren Aufnahmen – aus dem Klo-Häuschen einer örtlichen NGO, durch das kleine Lüftungsfenster. Dieses Klo war berühmt für seine Aussicht und deshalb stets gut besucht. (Ich selber habe damals noch mit Negativfilm fotografiert, und die Negative muss ich erst noch finden. Einen Eindruck, wie die großen Buddhastatuen damals aussahen, vermittelt das Foto von SPACH, das ich in beiden Artikeln verwendet habe.)

Im Jahr 2004, als ich danach erstmals wieder in Bamian war, waren die Statuen natürlich schon zerstört. Aber die gewaltige Felswand mit ihren Nischen und den früheren Wohnhöhlen der Mönche war immer noch atemberaubend.

Aber Schritt für Schritt: Heute als erstes Fotos von der Anfahrt nach Bamian, über den Kotal-e Ashro südwestlich von Kabul und den Distrikt Jalrez, wo das Siedlungsgebiet der Paschtunen endet und das der Hazara beginnt. (Diese fault line spiegelt sich gegenwärtig als Konfliktlinien wider.) Dann geht es nach Gardandiwal, wo man scharf nach Norden abbiegt; es geht ziemlich steil bergauf (das Wort -diwal im Ortsnamen, „Wand“, ist nicht zufällig), dann durch das Tal des oberen Bamianflusses, durch die enge Kalu-Schlucht mit ihren eisenhaltigen Quellen schließlich nach Schaschpul („sechs Brücken“), wo linkerhand Schahr-e Zohak liegt. Davon beim Nächsten Mal. In Schaschpul biegt man wieder scharf nach Westen ab und fährt in das Bamian-Tal ein. Rechterhand befindet sich dann die Felswand mit den beiden großen Buddha-Nischen, gleich unterhalb der von den Taleban niedergebrannte alte Basar. (Das geschah als Rache, nachdem die Hezb-e Wahdat unter Khalili Ende der 90er Jahre einmal kurz die Stadt zurückeroberte, sie aber nicht halten konnte.)

Hier noch einmal die Links zu meinen beiden Artikeln:

Damoklesschwert über einem Weltwunder (2000)

und

Der Tod der Buddhas von Bamian (2001)

 

 

 

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