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1 – Basel, Schweiz

OPIUM: Ausstellung im Museum der Kulturen Basel (MKB)

Kuratiert von Doris Buddenberg,

Mitglied des Advisory Board des Afghanistan Analysts Network und frühere Landesdirektorin des UN-Drogenbekämpfungsprogramms (UNODC) in Kabul.

Eröffnung am 19. März 2015 um 18.30 Uhr.

Die Vernissage am 19. März ist öffentlich und mit freiem Eintritt in die Ausstellung.

Ausstellungsdauer: 20. März 2015 – 24. Januar 2016

Mehr Information, unter anderem zu Terminen für Führungen mit Doris Buddenberg hier

Afghanischer Polizist mit junger Opiummohn-Pflanze, Distrikt Maiwand 2005. Foto: Thomas Ruttig.

Afghanischer Polizist mit junger Opiummohn-Pflanze, Distrikt Maiwand 2005. Foto: Thomas Ruttig.

 

Einführungstext des MKB:

Opium: Kultisches Symbol, Arzneimittel, populäre Rauschdroge, Inspirationsquelle für Dichter und Schriftsteller, fremder Dreck, Kriegsgrund, braune Fee, heiliger Rauch, Satanswerk, Gift – kaum ein Attribut, das der Substanz Opium nicht angehängt wurde.

Die Ausstellung Opium folgt dieser klebrig-braunen Masse durch die wechselnden Wahrnehmungen und Urteile und zeigt Opium in seinen mythischen, fiktionalen, poetischen, angsterzeugenden, abstoßenden und inspirierenden Dimensionen.

„Hier schaltet sich freilich der Staatsanwalt ein. Aber ich bin nicht Zeuge. Ich verteidige nichts. Ich richte nicht. Ich trage belastende und entlastende Urkunden zum Prozess des Opiums bei.“ Jean Cocteau, 1930

Das Opium hat sich nicht geändert, unsere Wahrnehmungen und Urteile darüber sehr wohl.

 

Ein Link zum Thema:

Video: „Mohnblüten“ (Ridi Gul), ein Pashto-Song der Peshawarer Band Yasir & Jawad, mit einem Text von Ghani Khan in diesem Artikel von Abubakr Siddiqui auf Radio Free Europe/Radio Liberty.

Hier eine englische Übersetzung des Gedichts von Ghani Khan:

 

Once, some years ago, I wandered

In the wilderness, to find


A rose in blooming beauty,


Laughing gently in the wind.


I approached it in all sadness,

Saying, oh like me aggrieved!


You’re a flower that has no meaning


For the loved one’s tresses long;


Nor shall someone’s lovely fingers


Hold you gently and then whispered,

„Khan, why should you thus grieve?

I shall not exchange this wasteland,


For the Persian garden green.


Here I am one of a kind,

There are thousands there like me;


All around me in the wasteland,


Only I am blooming, bright.


Here in this parched, arid land,


I am a flame of blazing beauty


And of colors of all hues;


I am beauty, with no peer,


Of a silent melody;


And the miracle supreme,


Of a timeless space unseen.


In your garden there are myriads


Of red roses kin to me;


In a faceless, flowing river


Of red roses on the surge,


Nameless rose, one of too many,

I shall certainly then be.


And you too, my dear brother,


Do not grieve in your wasteland;


To appreciate your beauty,


There will ultimately come,


From a far-off place a wanderer,


Like some wretched, Ghani Khan!

Tödliche Blüten: Opiummohmfeld in der Provinz Paktia. Quelle: US-PRT Gardez.

Tödliche Blüten: Opiummohmfeld in der Provinz Paktia. Quelle: US-PRT Gardez.

 

 

2 – Oslo, Norwegen

Afghanistan-Woche des Norwegischen Afghanistan-Komitees

23.-29.3.2015 in Oslo und Bergen

in Zusammenarbeit mir den Instituten CMI und PRIO

AAN Country Director Kate Clark will take part in a podium under the title „Post-transition: What now in Afghanistan?“ on Monday, 23 March 2015, 5:00pm – 8:00pm, in Oslo.

The presidential election in Afghanistan was stained by political unrest and accusations. When Ashraf Ghani eventually was appointed president, chaos had reigned for months. The number of international troops has been drastically reduced and the Afghans are expected to take full responsibility from now on. At the same time, Afghanistan is entirely dependent on international support in order to maintain a functional state and implement development projects.

  • Is the Afghan state capable of securing the rights of its citizens?
  • How can Afghanistan reap the benefits of its young population?
  • How to break the deadlock of Afghan politics?
  • Who has the power, who commands the fighters and how can Afghanistan reach sustainable security?

Panelists are:

  • Horia Mosadiq, Amnesty International researcher on Afghanistan: Human rights and women’s situation
  • Eshanulla Eshan, is a teacher and principal at the Kandahar Institute for Modern Studies: The power of education
  • Kate Clark, Senior Analyst and Country Director for the Afghanistan Analysts Network (Kabul): Security and politics
  • Arne Strand, Deputy Director, Research Director CMI (Bergen, Norway): The importance of a strong civil society and the role of youth

Moderator: Kristian Harpviken, director of PRIO
The panel will debate with key civil society actors in Norway.

The debate will be follwed by Afghan food in the lobby.

For registration, please send an email to afghanistanuka@gmail.com

Das vollständige Programm ist unter diesem Link zu finden.

 

 

3 – Heidelberg, Deutschland

Podiumsdiskussion, „Frieden?! Afghanistan nach dem ISAF-Einsatz“

Diskussion mit Experten anlässlich der Uraufführung des Stückes „CONVERSION_2. Nach Afghanistan“

Theater Heidelberg, Probebühne, Mi 22.4.2015, 20.00 Uhr

 

Ankündigungstext des Theaters:

Wie gestaltet sich die politische und gesellschaftliche Situation nach dem Ende der ISAF-Mission und dem Abzug eines Großteils der NATO-Truppen in Afghanistan? Wie hat sich das Leben der Bevölkerung verändert? Und welche Ausblicke in die Zukunft lässt die gegenwärtige Lage zu? Anlässlich der Uraufführung CONVERSION_2. Nach Afghanistan kommen wir mit Experten über diese Fragen ins Gespräch.

Teilnehmer:

  • Thomas Ruttig ist Ko-Direktor des unabhängigen Afghanistan Analysts Network. Er ist seit Jahrzehnten ein Experte für das Land, ist journalistisch tätig und berät politische Institutionen.
  • Ahmad Nasir Formuli aus Kabul ist Puppenspieler, Regisseur und Schauspieler und floh kürzlich nach einem Anschlag während einer seiner Aufführungen aus Afghanistan (siehe auch hier)
  • Florian Kling ist Oberleutnant und Sprecher des Arbeitskreises Darmstädter Signal, dem kritischen Forum von Bundeswehrangehörigen.
  • Matthias Kock war Co-Autor des Drehbuchs und wichtiger Berater zum Afghanistan-Film „Zwischen Welten“. Darüber hinaus war er u. a. als interkultureller Einsatzberater und GIZ-Mitarbeiter lange Zeit in Afghanistan.
  • Felix Meyer-Christian ist künstlerischer Leiter der costa compagnie und reiste im Herbst 2014 nach Afghanistan, um für die Aufführung im Theater Heidelberg zu recherchieren.

Mehr Information auf der Website des Theater Heidelberg, hier.

Das Recherche-Team der costa compagnie in Kabul. Quelle: costa compagnie.

Das Recherche-Team der costa compagnie in Kabul. Quelle: costa compagnie.

 

Hintergrund-Material (u.a. viele Fotos und Videos aus Afghanistan) unter dem Titel „Traces of Afghanistan“ finden sich auf der Webseite der costa compagnie, hier.

Mehr Hintergrund zu diesem Projekt:

Einblicke in die Recherchereise am Hindukusch

Ende Oktober 2014 brachen drei Künstler der costa compagnie zu einer dreiwöchigen Recherchereise nach Afghanistan auf. Keiner von ihnen war je zuvor in Afghanistan gewesen. Die Gespräche, welche die Künstler dort führten sowie ihre Video- und Tonaufnahmen bilden die Grundlage der Tanz-Performance CONVERSION_2. Nach Afghanistan, die am 08. Mai uraufgeführt wird. Die Aufführung CONVERSION_2 wird die zweijährige Kooperation der Künstler der costa compagnie mit dem Theater Heidelberg abschließen und bildet damit den Höhepunkt dieser besonderen Zusammenarbeit, in deren Rahmen bereits die ehemaligen Militärgelände der US-Armee in Heidelberg bespielt wurden. Welche Fragen haben die Künstler in Afghanistan den Menschen gestellt? An welche Orte konnten sie reisen? Wem sind sie in den drei Wochen begegnet? Und wo mussten sie an der noch immer gefährlichen Sicherheitslage in diesem Land scheitern? Können wir uns einer afghanischen Perspektive auf diese Weise annähern? Wer vorab mehr über die Reise nach Afghanistan erfahren möchte und Einblicke in die spannenden Recherche-Materialien erhalten will, ist herzlich eingeladen zu Traces of Afghanistan.

Von und mit Lani Tran-Duc | Hauke Heumann | Katharina Kellermann | Frank Koenen | Anika Marquardt | Felix Meyer-Christian | Akemi Nagao | Jascha Viehstädt | Sonja Winkel

 

Zum Stück CONVERSION_2. Nach Afghanistan

(Uraufführung: Fr 08.05.2015, 19.30 Uhr)

Eine Zusammenarbeit mit der costa compagnie im Rahmen von CONVERSION. Eine deutsch-amerikanische Chogeographie

In deutscher und englischer Sprache mit jeweiligen Untertiteln

»Every day we leave the house, we are aware that we may die.«

Im Dezember 2014 endete der internationale Militäreinsatz in Afghanistan nach genau dreizehn Jahren. Kurz davor reisen drei Künstler der costa compagnie an den Hindukusch, um mit den Menschen vor Ort über den Abzug der Truppen zu sprechen. Sie sammeln Wort, Ton und Bild und fragen sowohl Afghaninnen und Afghanen, als auch Bundeswehr- und US-Soldaten nach ihren Erfahrungen und Gefühlen anhand der komplexen Situation. In Kabul und Mazar-e-Sharif; in Wohnungen, Büros, Rosengärten und Isaf-Stützpunkten erfahren sie von dem unbändigen Willen das Land wieder aufzubauen. Hören von Sicherheit und Willkür, Freiheitsrechten und Chaos, Gastfreundschaft und Taliban.
Aus diesem nach Heidelberg gebrachten Material entsteht nun die Tanz-Performance CONVERSION_2. Der Alte Saal, das Foyer und vor allem die Marguerre-Saal-Bühne werden zu Spiegeln der Recherche. Hier setzen sich zeitgenössischer Tanz, essayistische und dokumentarische Texte, Video-Tableaus und eine eindringliche Soundkomposition zu einer außergewöhnlichen Form des Botenberichts zusammen. Die costa compagnie erschließt auf diese Weise zusammen mit dem Ensemble des Theaters neue Formen des dokumentarischen und choreographischen Arbeitens. Gemeinsam präsentieren sie ein sinnliches Porträt des historischen Ereignisses und fokussieren dabei folgende Fragen: Welche Spuren hinterlässt der Einsatz in Afghanistan und in den rückkehrenden Soldaten? Was bleibt im Alltag und in der Erinnerung der Afghaninnen und Afghanen? Können wir uns einer afghanischen Perspektive annähern? Wo treffen globale, militärische Strategien auf individuelle Lebenswege? Eine künstlerische Annäherung an die Gegenwart.

  • Künstlerische Leitung Felix Meyer-Christian
  • Choreografie Jascha Viehstädt
  • Tanz Frank Koenen | Akemi Nagao | Jascha Viehstädt
  • Performance Hans Fleischmann | Hauke Heumann | Florian Mania | Nanette Waidmann
  • Audio Katharina Kellermann
  • Video Stefan Haehnel | René Liebert
  • Bühne und Kostüme Lani Tran-Duc | Anika Marquardt
  • Dramaturgie Stawrula Panagiotaki | Sonja Winkel
  • Produktionsleitung Marlies Kink
  • Kinderchor des Theaters und Orchesters Heidelberg

Weitere Termine:

Sa 09.05.2015, 19.30 Uhr

So 10.05.2015, 19.00 Uhr

 

 

4 – Kopenhagen, Dänemark

Lessons-Learned-Seminar zu Afghanistan

Öffentliches Seminar, organisiert von Danish Institute for International Studies (DIIS)

23. April 2015, 9.15 bis 16.00 Uhr

Drei Panels:

  •       Konzeptionelle Aspekte: Wie haben Vorstellungen von Kohärenz, Integration und umfassender Herangehensweise sich über die Zeit des Afghanistan-Einsatzes entwickelt?
  •       Eindrücke aus dem „Feld“, aus den Blickwinkeln von Militär, Entwicklung, Diplomatie und humanitärer Akteure
  •       ein Blick in die Zukunft: Können integrierte Herangehensweisen verbessert werden?

Sprecher:

Barnett Rubin (CIC, New York University), Astri Suhrke (CMI), Finn Stepputat (DIIS), Andrew Wilder (USIP), Franz-Michael Skjold Melbin (EU Special Rep, Kabul), Thomas Ruttig (AAN) u.a.

So stellten sich (manche) Soldaten "Entwicklungshilfe" für Afghanistan vor. Und das Militär fand es lustig genug, um es zu verbreiten. Quelle: Cimicpic.

So stellten sich (manche) Soldaten „Entwicklungshilfe“ für Afghanistan vor. Und das Militär fand es lustig genug, um es zu verbreiten. Quelle: Cimicpic.

 

Mehr Informationen, zu Anmeldung usw., über die DIIS-Webseite, hier.

 

 

5 – Berlin, Deutschland

Afghanistan-Podium auf dem Taz-Gedöns-Kongress „Was wirklich zählt“

25.4.2015, 13.00 Uhr, Berlin, Haus der Kulturen der Welt, Theatersaal

“Für Gedöns in den Krieg“: Der Afghanistankrieg nach 9/11 wurde im Namen der Frauenbefreiung begründet – war das falsch?

Frauenaktivistinnen in Khost. Foto: Pajhwok.

Frauenaktivistinnen in Khost. Foto: Pajhwok.

 

Referierende:

Monika Hauser, Gynäkologin und Aktivistin,

Saghar Chopan-Daud, Politologin,

Thomas Ruttig, Direktor des Afghanistan Analysts Networks

Moderation: Sven Hansen, taz-Redakteur

Tickets gibt es ab 15. März im taz.café in der Rudi-Dutschke-Straße 23 in Berlin, online im taz.shop und am Veranstaltungstag an der taz.lab-Tageskasse des HKW. Weitere Informationen zu den Tickets und den Preisen finden sie hier.

Das gesamte taz-Kongress-Programm hier.

 

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