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Die BBC scheint etwas voreilig gewesen zu sein, als sie am 7. Mai den Beginn der Gegenoffensive der afghanischen Regierungstruppen in der Provinz Kunduz meldete. Uns bei AAN liegen jedenfalls bisher keine Berichte darüber vor.

Die BBC-Meldung beruhte auf Angaben des Provinzgouverneurs von Kunduz, Muhammad Omar Safi, vom 6. Mai. Sie bezogen sich wohl vor allem auf punktuelle Gegenangriffe während der Taleban-Offensive. Es ist auch zu hören, dass es ein paar kleinere Gefechte sowie Luftangriffe der Regierungstruppen auf einzelne Taleban-Stellungen gegegen hat. Von einer großen Land-Offensive kann man noch nicht sprechen.

Dass diese – schon vor Tagen angekündigte – Gegenoffensive, die viele Menschen bewegte, die erwarteten Kampfgebiete zu verlassen, immer noch auf sich warten lässt, hat mit Koordinierungsproblemen und wohl auch mit dem jüngsten Kommandowechsel im zuständigen afghanischen Armeekorps zu tun.

Die UN sprach heute von mindestens 100.000 durch die Kämpfe vertriebenen und dass sie nun Zugang zu jenen hat, die sich in Kunduz-Stadt aufhalten.

Gekämpft wird hingegen in Kandahar, Nangrahar, Faryab, Ghazni (hier und hier), Paktia, Farah und Samangan sowie Zabul.

Deshalb hier (via AAN-Webseite) nochmal eine Einschätzung der bisherigen Kämpfe, d.h. der Taleban-Offensive und der Reaktion der Regierung. Dieses Interview wurde am 4. Mai mit dem MDR-Inforadio geführt.

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