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Hingucker Opium

 

Noch bis zum 24. Januar 2016: Opium” im Museum der Kulturen Basel (mehr Information hier).

Afghanischer Polizist mit junger Opiummohn-Pflanze, Distrikt Maiwand 2005. Foto: Thomas Ruttig.

Afghanischer Polizist mit junger Opiummohn-Pflanze, Distrikt Maiwand 2005. Foto: Thomas Ruttig.

 

Dies ist keine Ausstellung über Afghanistan. Aber das Thema kann natürlich Afghanistan nicht umgehen, schließlich wird dort seit Jahrzehnten fast ununterbrochen das meiste Opium angebaut. (Warum das so ist und dass das früher anders war, erzählt die Ausstellung auch.)

Es ist auch keine Ausstellung über die „Drogenproblematik“, also irgendwie im Bezug auf den weder erfolgreichen noch wohl überhaupt in der gegenwärtigen Form sinnvollen (und vielleicht sogar gar nicht wirklich ernst gemeinten) „war on drugs“. Aber natürlich ist auch diesem Thema ein Teil der Ausstellung, kuratiert von der Ethnologin und Wirtschaftswissenschaftlerin und früheren Leiterin des UN-Antidrogenprogramms in Kabul, Doris Buddenberg, die im Beratergremium (“Advisory Board”) von AAN mitarbeitet, sowie in der begleitenden Publikation gewidmet.

Zum weiterlesen meiner ursprünglichen Ausstellungsrezension bitte hier entlang.

Den Begleitband gibt es im Christoph Merian Verlag, Basel, 39 Euro.

Tödliche Blüten: Opiummohmfeld in der Provinz Paktia. Quelle: US-PRT Gardez.

Tödliche Blüten: Opiummohmfeld in der Provinz Paktia. Quelle: US-PRT Gardez.

 

„Geliebtes Afghanistan“/ „Die Unbeugsamen – vier Frauen in Kabul“

Diese beiden Ausstellungen sind ebenfalls noch bis zum 24.1.2016 im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu sehenBitte beachten: Beim (freien) Eintritt muss man einen Ausweis vorlegen.

„Ihre Leidenschaft für Details abseits des Kriegsgeschehens ließen die Betrachter erahnen, was Krieg wirklich bedeutet. Anja Niedringhaus‘ Bilder waren ein stilles Plädoyer für ein Ende der Gewalt.“ Das schrieb der Deutschlandfunk auf seiner Webseite, nachdem die AP-Fotografin im April 2014 von einem afghanischen Polizisten erschossen wurde. „Ihre ungewöhnlichen Perspektiven machten die AP Fotografin weltberühmt, auch wenn die Fotos selten unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht wurden.“

Und die Berlin-taz schrieb: „Ihre Bilder gehen nicht aus dem Kopf. Und so ist es auch mit den Fotografien, die jetzt im Berliner Willy-Brandt-Haus unter dem Titel „Geliebtes Afghanistan“ versammelt sind.

Gleichzeitig wird eine Multimedia-Ausstellung der in Berlin lebenden und arbeitenden afghanischen Fotografin und Multimedia-Journalistin Lela Ahmadzai gezeigt. In „Die Unbeugsamen“ beleuchtet sie das Leben von vier afghanischen Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten – einer Parlamentsabgeordneten aus der Oberschicht, einer Bäckerin, einer Polizistin und Filmproduzentin sowie einer Schauspielerin und Sängerin. „Bilder von der weiten rauen Landschaft  Afghanistans bilden den atmosphärischen Rahmen für die Porträts. Auf diese Weise entsteht ein  poetisch dichtes Zeitdokument, das den Blick auf das aktuelle Afghanistan lenkt: ein Land der starken Frauen, die unbeugsam für ihre Rechte und ihre Freiheit kämpfen“, schreiben die Veranstalter auf ihrer Webseite.