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In Vorbereitung der Veranstaltung “Nichts ist gut in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien…. Was brauchen wir für den Frieden?” am heutigen

Mittwoch, den 20. Januar 2016, 19.30 Uhr (Beginn 20.00 Uhr)

im Café Canapé, Wolfshagener Straße 87, 13187 Berlin beim Ossietzky-Kreis Pankow,

bei der ich zusammen mit der Arabistin und Journalistin Martina Doering  auf dem Podium sitzen werde, möchte ich folgende Dokumentation einer Veranslatung der in Frankfurt (M.) ansässigen Organisation medico international noch einmal ins Gedächtnis rufen. Dort wurde schon einmal versucht, Erfahrungen aus verschiedenen Krisengebieten, auch mit Auslandseinsätzen, zu verallgemeinern. Sie fand unter dem Titel „Freiheit durch Krieg? Erwartungen und Folgen der Militäreinsätze in Afghanistan und Mali“ statt. Teilnehmer waren Andrea Böhm (DIE ZEIT), Ilija Trojanow (Schriftsteller), Thomas Ruttig (Afghanistan Analysts Network) und Sabine Eckart (medico international).

Die Veranstalter fassten ihren Ansatz wie folgt zusammen:

Nach den gescheiterten Militärinterventionen von Somalia über Afghanistan bis Irak wird der öffentliche Diskurs über Mali erneut von militärischen statt politischen Erwägungen bestimmt, in denen die Stimmen der malischen Bevölkerung gleichsam zu verschwinden drohen. Militärisches Handeln überdeckt politische Legitimationsdefizite und es steht zu befürchten, dass nach Einsatzende wiederum eine tief enttäuschte Bevölkerung zurück gelassen wird. Umso wichtiger ist es, Handlungsräume zu schaffen, in denen offen nach den Ursachen von Krisen und Kriegen gefragt wird, nach Verteilungskonflikten, Fehlurteilen der Entwicklungspolitik und den Folgen des Katastrophenkapitalismus. Eines wird in der Malikrise schon jetzt sichtbar: Ein Frieden von Dauer ist ohne soziale Gerechtigkeit nicht zu haben.

Hier kann das gesamte Video angesehen werden.

Ein Jahr später verfasste ich den Text „Mali, Afghanistan – Conflicts Worlds Apart? Parallels and Lessons to be Learnt“ für das Afghanistan Analysts Network.

Auch Mali hat offenbar seine Jirgas. Foto: medico.

Auch Mali hat offenbar seine Jirgas. Foto: medico.

Zum Vergleich:

Wahlveranstaltung 2010 in Gardez. Foto: Thomas Ruttig.

Wahlveranstaltung 2010 in Gardez. Foto: Thomas Ruttig.

 

 

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