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Kriegsgrab im Distrikt Guldara, provinz Kabul. Foto: Thomas Ruttig (2005).

Kriegsgrab im Distrikt Guldara, Provinz Kabul. Foto: Thomas Ruttig (2005).

 

Berlin-Hellersdorf, Peter-Weiss-Bibliothek, 16.6.2016

„Afghanistan 2016 – Dimensionen eines Konflikts“

Beginn: 18.30 Uhr

Peter-Weiss-Bibliothek, Hellersdorfer Promenade 24, 12627 Berlin- Hellersdorf

Mehr Informationen hier:

 

Göttingen, 20.6.2016

Und hier der Hinweis zu der Veranstaltung am 20.6.16 in Göttingen zum Thema „Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland, auch wenn deutsche Politiker es dazu erklären wollen“. Dort außerdem auf dem Podium dieser Informationsveranstaltung: Bernd Mesovic (stellvertretender Geschäftsführer von Pro Asyl).

Hier ein Zitat von Bernd Mesovic aus der taz: Er finde die Erstaufnahme allerdings trotz der neuen Strukturen unübersichtlich. „Das sieht man schon an den Bezeichnungen: Da ist von Ankunftszentren, Registrierungszentren und besonderen Aufnahmezentren die Rede“, sagt er. Es sei teilweise nicht klar, worin die Unterschiede bestünden. „Mit diesen Strukturen teilen sie die Menschen in Gruppen ein und versuchen, vorzusortieren in Asylsuchende mit hohen Anerkennungschancen und ohne“, sagte Mesovic. Menschen aus dem Iran, Pakistan oder Afghanistan müssten teilweise sehr lange auf ihre Verfahren warten. „Für diese Fälle fehlen die Kapazitäten.“

Schäden nach dem Bombenanschlag in der Nacht im Kabuler Stadtteil Schah Schahid. Foto: ToloNews.

Schäden nach dem Bombenanschlag in der Nacht zum 7. 8.15 im Kabuler Stadtteil Schah Schahid. Foto: ToloNews.

 

Diese Veranstaltung ist Teil einer Veranstaltungsreihe zu Fluchtursachen und Flüchtlingspolitik des Lampedusa-Bündnisses Göttingen.

Hier der Einladungstext der Veranstalter:

Das Lampedusa-Bündnis Göttingen lädt ein zu einer

Veranstaltungsreihe zu Fluchtursachen und Flüchtlingspolitik

Die Liste der angeblich »sicheren Herkunftsstaaten« wird immer länger. Mit der Sicherheits- und Menschenrechtslage in diesen Ländern hat das aber nichts zu tun.

Mit dem Konzept der »sicheren Herkunftsstaaten« sollen Schutzsuchende aus diesen Ländern abgeschreckt und schnell abgeschoben werden. Statt Menschenrechte herrscht politische Willkür. Mit der pauschalen Unterstellung Schutzsuchenden aus diesen Ländern hätten keine Schutzgründe (wider besseren Wissens) wird das Grundprinzip des Asylverfahrens auf eine individuelle und sorgfältige Prüfung des Asylgesuchs außer Kraft gesetzt.

Mit unserer Veranstaltungsreihe laden wir ein zur Diskussion über Fluchtursachen und den diametral entgegenstehenden Abbau von Schutzrechten von Flüchtlingen in der europäischen und deutschen Flüchtlingspolitik.

 

  • 06.06.2016, 20 h, Reformierte Kirche, Untere Karspüle 11:

Diskurs – Ideologie – Realität.

Unter diesem Titel werden Markus End und Kenan Emini den Diskurs um die sog. Sicheren Herkunftsländer mit der Realität der dorthin abgeschobenen Roma kontrastieren.

Markus End ist Diplom-Politologe und promoviert derzeit an der TU Berlin zu Struktur und Funktionsweise des modernen Antiziganismus. Seine Studie zu „Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit – Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation“ sowie seine vielbeachteten Sammelbände „Antiziganistische Zustände“ fehlen derzeit auf keinem gut sortierten Büchertisch.

Kenan Emini vom Roma Antidiscrimination Network RUN ist Begründer der Initiative alle-bleiben.org, sowie Aktivist aus den Reihen der Roma in Deutschland. Er bereist regelmäßig die Balkanländer, um die Lebenswirklichkeit der dort lebenden und dorthin abgeschobenen Roma zu dokumentieren.

 

  • 20.06.2016, 19h, Alfred-Hessel-Saal in der Alten SUB, Papendiek 4:

Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland, auch wenn deutsche Politiker es dazu erklären wollen…

Eine Informationsveranstaltung mit Thomas Ruttig (AAN) und Bernd Mesovic (Pro Asyl).

Thomas Ruttig ist Ko-Direktor des in Kabul ansässigen Afghanistan Analysts Networks (AAN) und ausgewiesener Afghanistan-Kenner (https://thruttig.wordpress.com/). Er wird an diesem Abend über die aktuelle Lage in Afghanistan berichten.

Bernd Mesovic, rechtspolitischer Sprecher von Pro Asyl wird diese Lageeinschätzungen zu denen des Bundesamts für Flucht und Migration (BAMF) sowie des deutschen Innen- und Außenministeriums ins Verhältnis setzen und kritisch analysieren.

 

  • 24.06.2016, 20h, Hanna-Vogt-Saal, Alte Mensa, Willhelmsplatz 3:

Umkämpfte Rechte, umkämpfte Grenzen

Prof. Dr. Sabine Hess und Dr. Gerda Heck (beide Uni Göttingen), Mitarbeiterinnen des Netzwerks kritische Migrationsforschung,

waren in den vergangenen Wochen sowohl auf der türkischen als auch auf der griechischen Seite dieser aktuell heiß umkämpften Demarkationslinie.

An diesem Abend werden sie über die neue Normalität in den Zonen der Entrechtung sprechen und die Kämpfe um die Wiederherstellung der Kontrolle über die europäischen Außengrenzen.

 

Das Göttinger Lampedusa-Bündnis ist ein Zusammenschluss aus flüchtlingspolitischen Organisationen und Initiativen. Es hat sich im Oktober 2013 gegründet, nachdem vierhundert Bootsflüchtlinge bei einem Schiffsunglück vor Lampedusa ertrunken waren.

Dem Lampedusa-Bündnis gehören u.a. folgende Organisationen an: Integrationsrat Göttingen, AK Asyl in der Kirche, Refugee Law Clinic,Göttinger Arbeitskreis zur Unterstützung von Asylsuchenden e.V., arap, Conquer Babel, Willkommens-Initiative IWF, und Einzelpersonen

 

Kontakt und mehr Informationen:

Integrationsrat Göttingen 
Neues Rathaus 
Hiroshimaplatz 1-4 
37083 Göttingen 
Tel. 0551/4002599 
Email: integrationsrat@goettingen.de

 

Lampedusa-Bündnis Göttingen

c/o AK Asyl Göttingen

Geismar Landstr. 19

37083 Göttingen

 

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