In Afghanistan entscheiden sich jeden Tag Menschen zur Flucht. Viele fliehen innerhalb des Landes oder in die Nachbarstaaten Pakistan und Iran, immer mehr Menschen machen sich aber auch auf den Weg nach Europa. 2015 kamen laut Europäischer Kommission 213.000 afghanische Flüchtlinge nach Europa. Damit bilden sie nach den Syrer_innen die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe in der EU.

Kabuler Graffiti. Foto: Thomas Ruttig.

Kabuler Graffiti. Foto: Thomas Ruttig.

 

Die Flucht nach Europa ist für viele afghanische Familien keine isolierte Einzelentscheidung, sondern lediglich das aktuelle Kapitel in einer jahrzehntelangen Migrationsbiografie. Seit mehr als dreißig Jahren lösen Regimewechsel und Kriege, staatliche Fragilität und ökonomische Perspektivlosigkeit immer wieder massive Flucht- und Abwanderungsbewegungen aus.

Die vorliegende Studie erforscht, was Familien in Afghanistan dazu bewegt, ein Familienmitglied auf die Flucht nach Europa zu schicken bzw. gehen zu lassen. Die Studie, die auf qualitativen Interviews basiert, trägt illustrativen Charakter und widmet sich der Kontextualisierung von Fluchtentscheidungen. Die befragten Familien geben Auskunft darüber, warum sie Europa als Ziel der Flucht gewählt haben, wie die Flucht vorbereitet wurde und welche persönlichen und gesellschaftlichen Auslöser hinter der Entscheidung stehen.

Diese Studie – erstellt von AAN in Kooperation mit dem und gefördert durch das Kabuler FES-Büro – erschien im April auf Englisch (hier) und liegt nun auch auf Deutsch vor.

Zum Lesen des Gesamttextes bitte hier entlang oder über Link unten im PDF-Format herunterladen:

20160801FES-Fluchtentscheidungen afgh Familien.

 

 

 

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