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Hinweis: Diese Webseite pausiert bis Anfang November. Bis dahin kann ich nicht auf aktuelle Entwicklungen reagieren, werde aber einigen Lese- und Hörstoff bereitstellen. Bleiben Sie also bitte dran.

 

Unter diesem Link können Sie den Mitschnitt einer Diskussion (auf Englisch) unter dem Titel „„Great Power Games in Afghanistan and the Region““ anhören, an der ich am 23.9.2016 in Oslo im Rahmen der dortigen Afghanistan-Woche teilnahm.

Von links nach rechts: Harpviken, Ruttig, Strand, Borchgrevink.

Von links nach rechts: Harpviken, Ruttig, Strand, Borchgrevink.

 

Die weiteren Mitdiskutanten waren Kristian Berg Harpviken (Direktor von PRIO, Oslo) und Arne Strand (vom Christian-MikkeIsen-Institut/CMI in Bergen, Norwegen). Moderatorin war Kaja Borchgrevink (PRIO).

Grundlage der Diskussion bildete ein Buch, das Harpviken gemeinsam mit seiner Kollegin Shahrbanou Tadjbakhsh geschrieben hat und das ich nur wärmstens empfehlen kann: A Rock Between Hard Places: Afghanistan as an Arena of Regional Insecurity (London/New York: Hurst/Oxford University Press). Darin stellen sie die weit verbreitete Theorie in Frage, dass Afghanistan das „Herz“ einer größeren, pan-asiatischen Region sei, deren Schicksal und Stabilität von dem Afghanistans abhänge. Zu einer Grundlage dieser Theorie wurde ein Papier, das fünf namhafte Afghanistan-Experten 2001 verfassten: Olivier Roy, Barnett Rubin, Bill Maley, Ahmad Rashid und der heutige Präsident Aschraf Ghani.

Diese Theorie wird auch von der weit verbreiteten Theorie der transnationalen Terrornetzwerke gestärkt. Vieles in Afghanistan – so auch das Auftauchen des sog. Islamischen Staates und anderer terroristischer Gruppen dort – ist vielmehr regional bedingt.

Vielmehr, so argumentieren die Autoren, mache es analytisch mehr Sinn, Afghanistan an die Ränder dreier Großregionen — Südasien, Zentralasien und die Golfregion — zu setzen, für deren meisten Länder Afghanistan nur von zweitrangiger Bedeutung ist. Auch Chinas Rolle in – und Interesse an – Afghanistan wird weitgehend überschätzt, fanden wir in der Diskussion.

 

 

 

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