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Hinweis: Diese Webseite pausiert bis Anfang November. Bis dahin kann ich nicht auf aktuelle Entwicklungen reagieren, werde aber einigen Lese- und Hörstoff bereitstellen. Bleiben Sie also bitte dran.

Hinweisschild auf ein deutsches Restaurant am Flughafen von Kundus (inzwischen geschlossen). Foto: Thomas Ruttig (2006)

Hinweisschild auf ein deutsches Restaurant am Flughafen von Kundus (inzwischen geschlossen). Foto: Thomas Ruttig (2006)

 

Freundschaft verpflichtet: Hundert Jahre deutsch-afghanische Beziehungen

Dr. h. c. Ernst-Albrecht von Renesse, in: Ausgewählte Beiträge der XXIX. Villigster Afghanistan-Tagung 2015, September 2016.

Vor ein paar Tagen eingetroffen ist die Dokumentation der XXIX. Villigster Afghanistan-Tagung, die vom 27.-29. November 2015 stattfand. Hier ein Beitrag von Ernst-Albrecht von Renesse, dem Mitbegründer der jährlich stattfindenden Villigster (früher Iserlohner) Tagung, der sich im Rahmen seiner Tätigkeit als Geschäftsführer des Instituts für Entwicklungsforschung an der Ruhr-Universität Bochum (1965–95) für die Partnerschaft mit der Universität Kabul engagiert. Seit 1967 hat er Afghanistan mehrfach bereist und bis in die Gegenwart eine Reihe von Publikationen über das Land veröffentlicht.

Renesse bemerkt in seinem Artikel, dass der 1978er April-Umsturz „zur Verkümmerung der Beziehungen Afghanistans zur Bonner Republik, die außenpolitisch von der Hallstein-Doktrin bestimmt war“, führte. Und weiter:

In dieser Zeit rückten Experten der DDR mit ihrer Leibniz-Gesellschaft und einer eigenen Partnerschaft in die bundesrepublikanisch „vorgewärmten Betten“ ein, sie nutzten die vorgefundenen Partnerschaftsstrukturen in der Universität und der Fakultät und die hinterlassene bundesrepublikanische Bibliothek und verliehen ihrerseits Ausbildungsstipendien für Studienaufenthalte in der DDR.

Auch das gehört zur Geschichte der 100jährigen deutschen Freundschaft beider Länder und ist ein nur sehr spärlich aufgearbeitetes Kapitel deutscher Auslandspräsenz während des sogenannten „Kalten Krieges“.

Den gesamten Artikel von E.A. von Renesse können Sie über diesen Link als PDF lesen:

201512-v-renesse-dt-afg-beziehungen

 

Freundschaft verpflichtet: Ein kurzes Kapitel mit DDR-Beteiligung

Die DDR legte sich allerdings teilweise nur metaphorisch in die „vorgewärmten“ Betten – und das auf Aufforderung der neuen Regierung, die in ihrem revolutionären Furor die bundesdeutschen „Imperialisten“ (größtenteils) aus dem Land geworfen hatte und ansonsten nicht wirklich zwischen den west- und den ostdeutschen Deutschen unterscheiden wollte und konnte. (Und wohl der sowjetischen Alliierten, die in Afghanistan nicht alles allein machen wollten.) Und sie machte auch ein paar neue Betten, etwa die (leider inzwischen offenbar dort völlig vergessene) Partnerschaft mit dem Mahmud-Hotaki–Lyzeum, die u.a auch entstand, weil man nicht in das gemachte Bett im Amani-Lyzeum wollte (zu viel deutsch-deutsche Kontinuität war der DDR dann doch suspekt) – und auch finanziell nicht konnte.

Um ein paar der zurecht beklagten Forschungs- (und Wissens-)lücken zum Verhältnis DDR-Afghanistan zu schließen, hier ein Beitrag den ich 2010 für einen Sammelband schrieb:

„Aus Bündnistreue zur Sowjetunion: Eine kurze Suche nach der DDR-Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan und den Spuren, die sie hinterlassen hat“, in: T. Kunze/T. Vogel (Hg.), Ostalgie international: Erinnerungen an die DDR von Nicaragua bis Vietnam, Christoph Links Verlag, Berlin, 2010.

Aus Bündnistreue zur Sowjetunion

Eine kurze Suche nach der DDR-Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan und den Spuren, die sie hinterlassen hat

Von Thomas Ruttig

Als Präsident Hamed Karzai nach Deutschland kam, bat er seine Gastgeber nicht – wie es Nelson Mandela bei seinem ersten Berlin-Besuch in den 1990er Jahren getan hatte -, auch jene ehemaligen DDR-Bürger zum Empfang zu laden, die in seinem Land einst in der Entwicklungszusammenarbeit tätig waren. Im kollektiven Gedächtnis Afghanistans wie auch im wiedervereinigten Deutschland sind die wirtschaftliche Zusammenarbeit DDR- Afghanistan und die solidarische Unterstützung des Landes durch die DDR[1], das während der Herrschaft der Demokratischen Volkspartei Afghanistans (DVPA) von 1978 bis 1992 auf pro-sozialistischem Kurs, bestenfalls zur historischen Fußnote herabgesunken.[2]

Afghanistan war – trotz seiner „sozialistischen Orientierung“ unter der DVPA – kein Schwerpunktland der DDR-Außen- oder Entwicklungspolitik. Für die DDR-Führung, und selbst für einige in Moskau, kam der Umsturz am 28. April 1978, durch den die DVPA die Macht übernahm, überraschend. Der im DDR-Außenministerium für Afghanistan Zuständige berichtete, wie er am Morgen des 28. April einen Anruf von seinem sowjetischen Kollegen bekam, ob er den wisse, was das für eine Partei sei, die dort in Kabul die Macht übernommen hatte. Was ein ehemaliger Kabuler DDR-Lehrer in Bezug auf die Kooperation im Bildungswesen konstatiert, ist für alle anderen Bereiche ebenso gültig: „“Es war uns klar, dass […] es bei der DDR-Präsenz in Afghanistan in erster Linie darum ging, der Sowjetunion [Hervorhebung d. Verf.] unsere Solidarität zu beweisen. [..] Es war allen Beteiligten klar, dass die DDR hier keine großen eigenen Ambitionen hatte.“[3] Es ging also um Bündnistreue, bei anderen Vorzeichen nicht unähnlich der Motivation hinter dem gegenwärtigen Engagement der Bundesrepublik in Afghanistan.

Parteibeziehungen zwischen der SED und der DVPA hatte es vor der sogenannten Saur-Revolution in Kabul jedenfalls nicht gegeben. Vertreter der Partei tauchten auf keiner der Gästelisten bei Parteitagen der SED (und auch der KPdSU) sowie internationalen Treffen der „kommunistischen und Arbeiterparteien“ auf. Die bilateralen staatlichen Beziehungen befanden sich zunächst auf einem Minimum, auch nachdem Afghanistan die DDR zwar im Januar 1973 – noch während der Monarchie – diplomatisch anerkannte. Auch unter der Republik Präsident Muhammad Dauds, der sich im gleichen Jahr an die Macht putschte und einige DVPA-Mitglieder in sein Kabinett aufnahm, änderte sich das nicht. Bis Ende 1978 unterhielt die DDR nicht einmal eine Botschaft in Kabul. Höhepunkt der DDR-Aktivitäten in Afghanistan war möglicherweise eine „repräsentative Buchausstellung“ von DDR-Verlagen und des Kulturministeriums in der Kabuler Universitätsbibliothek Ende 1976, deren Exponate – „über 1800 Bände“ – anschließend der Universität als Geschenk übergeben wurden.[4]

Dies änderte sich 1978, als Afghanistan für die DDR-Führung ein Bruderstaat wurde, zunächst wenig. Allerdings wurde bereits ein erstes Handelsabkommen sowie 1979 eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Kabul abgeschlossen, in deren Rahmen ein akademischer Austausch begann. Darüber hinaus gab es zunächst wohl nur Einzelmaßnahmen mit relativ geringem Aufwand, wie ein Sechs-Wochen-Kurs in „theoretische[n] Fragen des sozialistischen Journalismus“, den der DDR-Journalistenverband im Herbst 1977 für afghanische Kollegen in Kabul durchführte.[5]

Nach der sowjetischen Intervention[6] entwickelte die DDR – als enger Verbündeter – vielfältige Beziehungen mit afghanischen Partnern. Eine Botschaft in Kabul wurde eröffnet, Kultur- und Wirtschaftsabkommen abgeschlossen, Beziehungen zwischen den Parteien und „Massenorganisationen“ wie Gewerkschaften, Jugend- und Frauenorganisationen sowie zwischen Medieneinrichtungen (es gab Kooperationen zwischen dem Fernsehen, Radio und den Nachrichtenagenturen beider Länder) aufgenommen, Afghanen in Afghanistan oder der DDR ausgebildet und Solidaritätsprojekte verwirklicht. Mitte 1987 regelten über 30 staatliche Abkommen und Protokolle die Zusammenarbeit zwischen den DDR und Afghanistan. Die Grundlage dafür bildete der am 21. Mai 1982 – während eines DDR-besuches von Staats- und Parteichef Babrak Karmal – abgeschlossene „Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit“. Zu diesem Zeitpunkt hatte die DDR „mehr als 600 [afghanische] Fachleute verschiedener Gebiete“ in der DDR ausgebildet.[7] Viermal jährlich brachte die DDR-Fluggesellschaft Interflug Solidaritätsgüter nach Kabul, die über das DDR-Solidaritätskomitee und Soli-Spenden der FDJ- und FDGB-Mitglieder[8] finanziert wurden. Eine der ersten Lieferungen im Februar 1981 enthielt „200 Schülerexperimentiergeräte für die Fächer Physik, Biologie und Chemie vom VEB Metallbau und Labormöbelwerk Apolda, 3 Tonnen Arzneimittel, vor allem Antibiotika, Vitaminpräparate und schmerzstillende Mittel aus dem VEB Berlin-Chemie, dem VEB Arzneimittelwerk Dresden, dem VEB Jenapharm und dem VEB Fahlberg-List Magdeburg, des weiteren Verbandsmaterial und 2000 Anoraks“.[9] Auch die Behandlung Verwundeter (Zivilisten und Sicherheitskräfte) wurde davon bezahlt. Mitte 1987 hatten die für Afghanistan verwendeten Soli-Gelder einen Gesamtwert von über 75 Millionen DDR-Mark erreicht. [10] Eine Freundschaftsgesellschaft DDR-Afghanistan wurde gegründet.[11] Es kam auch zu einer Kooperation in Sicherheitssektor.

Schwerpunkt der DDR-afghanischen Kooperation war der Bildungssektor. Schon 1980 – erneuert 1982 – schlossen die DDR und die damalige Demokratische Republik Afghanistan (DRA) ein Kulturabkommen und Ende 1981 ein Regierungsabkommen über die Aufnahme von Hochschulabsolventen und Studenten[12] sowie über die gegenseitige Anerkennung akademischer Grade und Zeugnisse. In dessen Rahmen wurden jährlich bis zu 50 Studienplätze bereitgestellt, davon zehn bis 15 zur Promotion – jeweils mit DDR-üblichen Stipendien untersetzt. Die Kandidaten wurden von der afghanischen Regierung vorgeschlagen und von einer DDR-Kommission bestätigt oder abgelehnt, die aus Vertretern des DDR-Ministeriums für Hoch- und Fachschulwesens sowie der Botschaft in Kabul bestanden. Dabei wurde darauf geachtet, dass keine Region des Landes bzw. keine ethnische Gruppe bevorteilt wurde. Die DDR-Seite entschied – entsprechend der Zulassungsregelungen für einheimische Studenten – auch über den Studienort. Die afghanischen Anwärter mussten Deutsch-Kenntnisse nachweisen, die sie entweder an der – noch bis 1984 mit westdeutschen Lehrern arbeitenden – Amani-Schule oder an der DDR-unterstützten Mahmud-Hotaki-Schule erwarben. Darauf folge für die Ausgewählten ein einjähriger vorbereitender Sprachkurs am Herder-Institut in Halle. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden auch studienvorbereitende Kurse an der Deutsch-Abteilung der Universität Kabul eingerichtet. Der Frauenanteil unter den afghanischen Studenten soll bei zehn bis zwanzig Prozent gelegen haben. Besonders nach dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan Anfang 1989 war „eine Verschlechterung des Ausbildungsniveaus zu beobachten, was dazu führte, dass etwa zwanzig Prozent der Bewerber die vorbereitenden Sprachkurse in der DDR nicht abschließen konnten und zurückgeschickt wurden“. Dies galt nicht für die Bewerberinnen, deren Anteil sich gleichzeitig erhöhte. Die letzten Bewerber wurden 1990 in die DDR geholt – allerdings wurde die Obergrenze nicht mehr erreicht und es reisten nur 35 aus -, „so dass zu dieser Zeit etwa fünf Jahrgänge (ca. 200 Studenten) im Lande waren.“[13]

Eine ganze Reihe von Beratern, Lehrern und Dozenten waren im afghanischen Bildungs- und Hochschulwesen tätig, an den beiden zuständigen Ministerien, am Deutsch-Lektorat der Universität Kabul und einigen Kabuler Schulen. Im afghanischen Bildungsministerium arbeiteten die DDR-Berater – ergänzend zu sowjetischen Kollegen in anderen Bereichen – in den Abteilungen für Planung, Haushalt, Sport und Kindergärten. Auf Beschluss der neuen afghanischen Regierung wurde der gesetzliche Sonderstatus der deutschen Sprache – die deren Lehre auf die Amani-Schule beschränkte – aufgehoben.[14] Eine FDJ[15]-Freundschaftsbrigade arbeitete seit September 1986 am Elektro-Mechanischen Technikum Nr. I in Kabul, einer Berufsschule, die bis 1980 von westdeutschen Ausbildern unterstützt wurde. Wie diese fungierten die neun DDR-Helfer als Ausbilder und Lehrer in Metall- und Elektroberufen und arbeiteten auch an der Lehrplanentwicklung mit – was offenbar anfangs nicht vorgesehen und deshalb „Neuland“ für sie war.[16] Zudem arbeiteten sie „ein Projekt zur technischen Ausrüstung“ des Technikums aus.[17]

Die erste Schule, an der Deutsch-Unterricht (ab Klasse 5) neu eigeführt wurde, was das Mahmud-Hotaki-Lyzeum im Kabuler Stadtteil Karta-ye Chahr. Die ersten drei DDR-Deutschlehrer trafen bereits 1980 an dieser Schule ein.[18] Sie und eine größere Nachfolgegruppe DDR-Lehrer erarbeiteten neue Lehrpläne und Unterrichtsmittel. Wie einer der Beteiligten berichtet[19], sollte die Absolventen dieser Schule an die Universität und die besten unter ihnen zum Studium in die DDR gehen. Der Deutsch-Unterricht sollte eine „größere Breite“ gewinnen, die deutsche Sprache „nach Englisch und Russich allmählich zur dritten Fremdsprache“ im afghanischen Bildungswesen werden. Deshalb wurde ab 1986 „der nächste Schritt in Angriff genommen. Deutsch als Fremdsprache sollte schrittweise an mehreren Kabuler Schulen und in der Provinz Balkh im Norden des Landes eingeführt werden“. Die Hotaki-Schule diente dabei als „Konsultationsschule“. Zunächst wurde das Programm auf die Rahman-Baba-Schule sowie an der Rabea-Balkhi-Mädchenschule, beide ebenfalls in Kabul, ausgeweitet. Das Programm wurde durch regelmäßige Weiterbildungen für die beteiligten afghanischen Lehrkräfte in Afghanistan und in der DDR ergänzt, darunter mit Studienplätzen und Aspiranturen. Ab 1988 wurde eine neue Lehrbuchreihe – „Wir lernen Deutsch“ – mit einer modernen didaktischen Konzeption entwickelt. Ebenfalls seit 1988 wurden Spezialklassen für die Studienvorbereitung in der DDR eingerichtet.

„1990 existierte an dieser Schule [der Hotaki-Schule, d. Verf.] ein festes Deutschlehrerkollektiv, das führend an der Durchsetzung der neuen didaktisch-methodischen Konzeption beteiligt war“ – bestehend aus „afghanischen Lehrer[n] als auch ehemaligen DDR-Lektoren“. Zwischen 1982 und 1988 verdreifachte sich die Zahl der Schüler, die Deutsch lernten; 1987 waren das in Kabul 3500 bis 4000. Mit dem Abzug der sowjetischen Truppen, der im Februar 1989 abgeschlossen war, und dem damit – aus Sicherheitsgründen – verbundenen Abzug der DDR-Spezialisten endete das Programm jedoch abrupt.

Im Rahmen der bi- und multilateralen kommerziellen Zusammenarbeit (letzte im Rahmen des RGW) erhielt Afghanistan auch Kredite. Diese Kredite trugen zur Auslandsverschuldung Afghanistans bei und wurden erst spät – im Zuge der HIPC-Initiative des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des Pariser Clubs, in die Afghanistan erst 2006 aufgenommen wurde – gestrichen. Bis 2006 erließ die Bundesrepublik Afghanistan 34.4 Mio Euro aus der finanziellen Zusammenarbeit und kündigte die Streichung von Handelsforderungen in Höhe von 44,1 Mio Euro an[20] – in beiden Summen waren noch von der DDR übernommene Altforderungen enthalten. Der IWF gab Afghanistans Gesamtverschuldung gegenüber Deutschland im März 2006 mit 43,9 Mio US-Dollar an.[21] Im März 2010 erließ Deutschland – wie die übrigen Mitglieder des Pariser Clubs – Afghanistan alle noch ausstehenden Schulden.[22]

In den beiden letzten Jahren der DDR entfielen von ihren sogenannten Soli(daritäts)-Mitteln 3,25 Prozent (1988) bzw. 1,76 Prozent (1989) auf Afghanistan. Ein kleinerer Posten darin war die Unterstützung von neun Grund- und Fachschulen in Afghanistan, Kambodscha, Laos und Nikaragua. Dafür wurden im Jahresdurchschnitt insgesamt 1 Mio DDR-Mark sowie für Unterrichtsmaterial noch einmal 04, bis 1,0 Mio DDR-Mark angegeben. Auch unter den zehn größten DDR-Entwicklungsprojekten befand sich keines in Afghanistan.[23]

Im Sicherheitssektor wurden Soldaten, Unteroffiziere (in Prora auf Rügen) sowie Offiziere der afghanischen Streitkräfte wurden in der DDR ausgebildet. Westlichen Medienberichten zufolge wurde auch das Polizeitraining fortgesetzt, formal in der Tradition (west-)deutsch-afghanischer Polizeikooperation; die NVA unterstützte die afghanische Armee mit „Nachrichtentechnik“. Offenbar gab es auch eine „technische“ Zusammenarbeit der Geheimdienste beider Länder; in der Wendezeit habe ich Berichte über die Lieferung von Fotolabors etc. an das afghanische Geheimdienstministerium (WAD, allerdings meist als KhAD bekannt) zu Gesicht bekommen. Ob dies alles war, kann ich weder bestätigen noch dementieren – etwa Berichte, dass auch Foltergeräte geliefert worden seien genauso wenig wie einen „Spiegel“-Bericht, dass die DDR Soldaten in Afghanistan stationiert habe. In dem Bericht heißt es unter Bezug auf BND-Angaben, dass im August 1981“eine geschlossene Gruppe von Hubschrauberpiloten der DDR“, die gerade in der Sowjetunion ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, „direkt von dort nach Afghanistan kommandiert“ worden sei und dass darüber nur Verteidigungsminister Heinz Hoffmann und Stasi-Chef Erich Mielke im Detail informiert gewesen seien.[24]

Als bittere historische Ironie hingegen muss bezeichnet werden, dass offenbar auch Waffen aus DDR-Beständen an die regierungs- und sowjetfeindlichen Mudschaheddin gelangt sein könnten – über das verdeckte KoKo[25]-Außenhandelsimperium Alexander Schalck-Golodkowskis, über das für die DDR lebenswichtige harte Währung beschafft wurde, oft auch entgegen eigenen ideologischen Vorgaben zuwiderhandelnd. Das berichteten jedenfalls deutsche Zeitungen in den Wendejahren unter Berufung aus Dokumente des US-Kongresses. Die CIA habe über Tarnfirmen und Mittelsmänner in osteuropäischen Staaten – darunter in der DDR – Waffen, Munition und Sprengmittel sowjetischer Produktion oder Lizenz aufgekauft und an antikommunistische Rebellen in Afghanistan, Angola und vor allem Nikaragua geschleust.[26]

In Schlüsselbereichen wie im Sicherheitssektor dürfte die DDR allerdings nur eine Nebenrolle gespielt haben. Diese befanden sich – über zahlreiche Berater – fest in sowjetischer Hand. Ihren Verbündeten gewährte die UdSSR nur ungern Einblick. Die DDR konzentrierte sich auf den Bildungs- und Erziehungssektor.

Die Bundesregierung übernahm mit dem Einigungsvertrag von 1990 den ‚Vertrauensschutz‘über einige DDR-Aktivitäten in Afghanistan, darunter über die afghanischen Studenten in der DDR. Das galt sogar für jene – eine vergleichsweise kleinere Zahl –, die über gesonderte Parteivereinbarungen bzw. der der Massenorganisationen in die DDR gekomen waren. Deren Stipendien wurden aus dem unter Treuhandverwaltung stehenden SED-Vermögen gezahlt.[27]

Gleiches galt nicht für DDR-Solidaritätsprojekte in Afghanistan, trotz formal weiter bestehender diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kabul – das Land war mittlerweile in Republik Afghanistan umbenannt worden. So bemühte sich der Solidaritätsdienst international (SODI) e.V – der nach Ende der DDR aus dem staatlichen Solidaritätskomitee der DDR, dem Quasi-Monopolisten für DDR-Solidarität, hervorgegangen war, die bisherige Unterstützung für die Kabuler „Watan“-Waisenhäuser fortzusetzen.[28] Im Gegensatz zu den FDJ-Brigaden in anderen Ländern wurde die „afghanische“ abgezogen.

Eine kurze Spurensuche in Kabul im Sommer 2010 brachte nur noch weniges zu Tage, was dort von der einstigen DDR-afghanischen Kooperation übrig geblieben ist. Fünf ( von ursprünglich 20) Maschinen aus der DDR drucken im Kabuler Stadtteil Mikrorayon – der aus sowjetischen Fertigteilbauten besteht – die Regierungszeitung „Hewad“ (Das Land) und das traditionsreiche, unabhängige Blatt „Anis“ (Der Freund), so genannt nach seinem Gründer Mohiuddin Anis im Jahre 1927. Sie stammen aus der ehemaligen Parteidruckerei, die im Juli 1981 von der DDR im Osten Kabuls – nördlich der heute so genannten Jalalabad Road – aufgebaut und ausgerüstet wurde und die – neben der Parteipresse – auch Schulbücher druckte[29]. Als sich Ende der 1980er die Raketenangriffe der Mudschahedin mehrten, wurden die Maschinen in den zentraler gelegenen und sicheren Mikrorayon verlegt. Heute heißt das Druckhaus „Azadi“ (Freiheit) und gehört einem Onkel des Präsidenten, Monadschem Kandaharai. Auch die Mahmud-Hotaki-Oberschule im Westen der Hauptstadt hat die Bürgerkriege überlebt. Allerdings ist das Leitungspersonal neu – und hat einen Maulkorb verpasst bekommen. Man solle sich für seine Fragen zunächst eine Genehmigung vom Bildungsministerium holen. Die kurze Nachfrage, die gerade möglich war, ergab, dass der Vizedirektor nichts von einer Zusammenarbeit mit „Deutschen“ wusste.

Das seinerseits in der DDR-Presse gefeierte Umspannwerk Nord am Stadtrand von Kabul[30], wohl das größte FZ-Projekt der DDR, konnte ich nicht mehr lokalisieren, die Geflügelfarm in Bagrami südöstlich von Kabul nicht erreichen. Die Taleban operieren auch schon vor den Toren der afghanischen Hauptstadt. Die Farm dürfte die Bürgerkriege kaum überlebt haben und bestenfalls aufgeteilt oder privatisiert worden sein.

Doch dann sind da persönliche Geschichten von Afghanen, in Afghanistan und im Exil, die in der DDR studiert haben oder ausgebildet wurden, sowie früherer DDR-Bürger, die daran in Afghanistan und der DDR arbeiteten. Viel ist darüber bisher nicht publiziert worden. Viele wollen auch nicht darüber reden, wie exemplarisch das Beispiel des derzeitigen Leiters der Deutsch-Abteilung an der Kabuler Universität, Ghulam Dastagir Behbud zeigt. Obwohl in Deutschland für sein Engagement geehrt, möchte er sich nicht zu seinem persönlichen Lebenslauf äußern, wie sein in einem Sammelband veröffentlichtes Kurzporträt zeigt.[31]

Das gilt auch für viele andere „Ex-DDR“-Afghanen, obwohl – so die Erfahrung des Autors im Land – politische Kategorisierungen unter Afghanen seltener verwendet werden als hierzulande. Zu sehr mussten sich die Afghanen wohl an oft abrupte Regime-Wechsel gewöhnen. Immer wieder traf ich dort Menschen, die dem afghanischen Staat unter dem letzten König (1933-73), dem republikanischen Präsidenten und Ex-Prinzen Muhammad Daud (1973-78), den verschiedenen kommunistischen Regierungen (1978-92), Mudschahedin wie Taleban (1992-96 und 1996-2001) und danach unter Karzai oder wenigstens in mehreren dieser Perioden gedient haben, ohne dass sie davon Aufhebens machten, Teile davon verschwiegen oder von Diskriminierungen sprachen. (Das heißt nicht, dass es solche nicht gab.) Aber so, wie man in Kabul, Khost oder Paktia immer wieder Afghanen trifft, die an bundesdeutschen Projekten beteiligt waren, finden sich immer wieder solche, die ihr Deutsch in der DDR oder von DDR-Lehren gelernt haben. Prominentester DDR-Absolvent ist wohl der frühere Präsident der Afghanischen Akademie der Wissenschaften und jetzige Parlamentsabgeordnete Kabir Ranjbar, ein Vorkämpfer demokratischer Reformen und parlamentarischer Kontrolle über die Exekutive. Er hat in den 1980er Jahren in Berlin promoviert.

Geblieben sind also mit Sicherheit Kenntnisse – der Sprache und der jeweiligen Fachgebiete – sowie Erfahrungen – des Lebens in der DDR und manchmal auch in der Bundesrepublik, einige erhielten ja Diplomatenpässe und konnten offiziell den Checkpoint Charlie passieren. Das ist, was letztlich zählt.

Aber die politischen Umstände sorgten auch dafür, dass viele ihre Kenntnisse nicht anwenden konnten. Aus einer Gruppe von neun Journalistik-Studenten, die zu den erfolgreichsten von Auslandsstudenten in der DDR überhaupt gehörte – sie hatte drei oder vier Wilhelm-Pieck-Stipendiaten in ihren Reihen (das höchste Stipendium, das die DDR zu offerieren hatte und das nur sehr wenige erhielten), konnte ich nur noch einen in Afghanistan lokalisieren. Mehrere leben inzwischen im Ausland – meist in Deutschland, einer oder zwei sollen im Bürgerkrieg umgekommen sein.

Schließlich könnte man, mit leicht gebeugter Logik, argumentieren, dass Afghanistans heutiges Mehrparteiensystem auf eine DDR-Idee zurückgeht. Ein DDR-Autor zur Wendezeit sprach von „messianischen Tendenzen in der Haltung der SED“ gegenüber verbündeten Parteien in den Ländern des Südens. [32] In der Tat war es ein DDR-Botschafter, der dem afghanischen Präsidenten Najibullah riet, ein – wie in der DDR kontrolliertes – Mehrparteiensystem einzuführen. In der Tat folgte darauf bald die Gründung einer Bauern- und einer „islamischen“ Partei (analog zur DDR-CDU). Allerdings rutschten auch mehrere kleine, aber unabhängige afghanische Linksparteien mit in die Legalität – das hatte es in der DDR nicht gegeben. Diese Parteien sind bis heute aktiv.[33]

Die Frage, was von der DDR-Kooperation mit Afghanistan übriggeblieben ist, können nur die Beteiligten beantworten. Eine systematische Befragung steht aber weiter aus. Immerhin scheint aus heutiger Sicht vieles dessen, was die DDR einst in Afghanistan getan hat, durch den persönlichen Einsatz der Beteiligten sich eher in die Kontinuität generell deutschen Engagements in Afghanistan einordnen. Und so, wie sich zahlreiche frühere bundesdeutsche DED-Helfer weiter miteinander treffen, die Entwicklungen in Afghanistan verfolgen und sich dort mit Projekten engagieren, ist das der Fall unter ehemaligen DDR-Bürgern.

Der bereits mehrmals zitierte André Wejwoda, der in den 1980er Jahren als Deutschlehrer an der Mahmud-Hotaki-Schule arbeitete, berichtet, dass sich die DDR-Lehrer kleine DDR-Fahnen ins Auto legten, um vom Deutschen-„Bonus“ zu profitieren[34], der etwas mehr Sicherheit bot – man wollte nicht mit den durch Anschlägen bedrohten Sowjets verwechselt werden. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, gab es bei einigen auch nur den Schriftzug „alman“, Deutscher.

 

 

 

[1] Zur Terminologie: Die DDR unterschied nicht strikt zwischen Projekten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und reinen (also „uneigennützigen“) Solidaritätsleistungen. Den Begriff „Entwicklungspolitik“ verwendete sie selbst nicht. Er wird hier vereinfachend verwendet, um gewisse Parallelen aufzuzeigen.

[2] In Reinhard Möllers Beitrag „Deutschland Engagement in Afghanistan: Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ für die Bundeszentrale für Politische Bildung wird die DDR mit keinem Wort erwähnt. http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=L3SF5M.

[3] “Wir konnten nur erste Samenkörner ausstreuen“, Interview mit Dr. André Wejwoda, in: Susan Zerwinski (Hg.), Lessing in Kabul, Deutsche Sprache, Literatur und Germanistik in Afghanistan, München 2008, S. 28.

[4] Manfred Lorenz, „Kabul ‚76“, in: Horizont (Berlin) 5/1977, S. 16-17.

[5] Rolf Günther, „Kurs für junge Journalisten Afghanistans“, in: Neues Deutschland (Berlin), 2.11.1979, S. 6.

[6] Einen interessanten Vergleich der sowjetischen und gegenwärtigen State-building-Ansätze siehe: Martin Kipping, Two Interventions: Comparing Soviet and US-led state-building in Afghanistan, Afghanistan Analysts Network, Thematic Report 01/2010, April 2010, http://www.aan-afghanistan.org/index.asp?id=725.

[7] Martin John, „Gemeinschaftsarbeit für das Energieprogramm von Kabul“, Neues Deutschland, 25.5.1987.

[8] 1985 betrug die Gesamtsumme der Solidaritätsspenden aus der DDR-Bevölkerung „mehr als 200 Millionen [DDR-]Mark“, „weit über die Hälfte davon“ von den FDGB-Mitgliedern. Genauer waren die Angaben nicht aufgeschlüsselt. „Unterstützung in vielen Formen“, Neues Deutschland, 20.12.1985. Auch das Rote Kreuz und die evangelische Kirche der DDR – im Rahmen der Aktion „Brot für die Welt“ – stellten Solidaritätslieferungen für Afghanistan bereit. Vgl.: „Sendung für Afghanistan“, Neues Deutschland, 28.4.1981.

[9] Reiner Fischer, „Arzneimittel und Schulgeräte – die besondere Fracht der ‚Tango-Mike‘: Solidaritätsgüter aus den Spenden der FDGB-Mitglieder für das afghanische Volk“, Tribüne, 6.3.1981, S. 9.

[10] Dietmar Henker, „Afghanistan um nationale Aussöhnung bemüht“, Berliner Zeitung, 22.5.1987, S. 6.

[11] Diese Gesellschaft war ein Konstrukt mit Führung ohne wirkliche Basis. Mitglieder wurden mehr oder weniger formal z.B. Brigaden in bestimmten DDR-Betrieben, die Projekte in Verbindung mit Afghanistan umsetzten, ohne selbst viel Interesse am Land zu haben. Als die aus sieben Personen bestehende Afghanistik-Studentengruppe an der Berliner Humboldt-Universität freiwillig beitreten wollte, war das weder vorgesehen noch umsetzbar.

[12] In diesem Rahmen absolvierte 1983/84 auch eine Gruppe von sieben DDR-Studenten ein „Teilstudium“ an der Universität Kabul. Dazu zählte auch der Autor. Wegen der Flucht einer Teilnehmerin in den Westen blieb das ein einmaliger Fall. Siehe dazu: Kerstin Beck, Verschleierte Flucht, Berlin 2005.

[13] Die Angaben dieses Absatzes nach: Rolf Bindemann, „Stipendiaten zweier besiegter Regierungen: Die afghanischen Studenten in Ostdeutschland und die Folgen der Wiedervereinigung“, in: Mahfel 1/1995, S.16-17 sowie „Bericht über Solidaritätsleistungen der DDR“, in: Mahfel, 2 (Nov. 1990), S. 3.

[14] “Wir konnten nur erste Samenkörner ausstreuen“…, ibid, S.28; André Wejwoda, „Chancen und Probleme des Deutschen als Fremdsprache in der Dritten Welt: Zum Beispiel Afghanistan, in: in: Susan Zerwinski (Hg.), Lessing in Kabul, Deutsche Sprache, Literatur und Germanistik in Afghanistan, München 2008 , S. 138.

[15] Freie Deutsche Jugend, die SED-nahe Jugendorganisation der DDR. Solche Brigaden setzten sich zum größten Teil aus Ausbildern z.B. für die Berufsausbildung zusammen.

[16] Martina Doering, „Einladung zum Tee – mehr als eine Geste: Die Brigade der Freundschaft der FDJ ‚Hans Beimler‘ ist in der Berufsausbildung am Technikum in Kabul tätig“, Junge Welt, 19.1.1988.

[17] Martin John, „Gemeinschaftsarbeit für das Energieprogramm von Kabul“, Neues Deutschland, 25.5.1987.

[18] Hilmar König, „Kabuler Schülern ist die Familie Salim gut bekannt: DDR unterstützt Afghanistan im Fremdsprachenunterricht“, Neues Deutschland, 5.8.1983, S. 6.

[19] Auch die beiden folgenden Absätze basieren auf: “Wir konnten nur erste Samenkörner ausstreuen“, ibid, S. 27ff. und Wejwoda, „Chancen und Probleme des Deutschen als Fremdsprache…“, ibid, S. 133ff.

[20] Das Afghanistan-Konzept der Bundesregierung, 12.9.2006.

[21] “Islamic Republic of Afghanistan: Enhanced Heavily Indebted Poor Countries Initiative—Decision Point Document and Debt Sustainability Analysis”, IMF Country Report No. 07/253, Juli 2007.

 

[22] „Pariser Club erlässt Afghanistan alle Schulden“, Spiegel online, 17.3.2010, http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,684248,00.html. Eine sehr geringe Restverschuldung blieb bestehen.

[23] Angaben nach einem Bericht des Solidaritätskomitees der DDR an den Entwicklungspolitischen Runden Tisch (1990-94), zit. nach: „Bericht über Solidaritätsleistungen der DDR“, in: Mahfel, 3 (Dez. 1990), S. 3.

[24] Spiegel 41/1992, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13690528.html.

[25] KoKo: „Bereich Kommerzielle Koordinierung“.

[26] Thomas Scheuer, „Schalck-Golodkowskis Pipleine zur CIA“, in: taz, 5.12.1990.

[27] Ibid.

[28] Auch Projektanträge westdeutscher Vereine in Afghanistan wurden zu dieser Zeit nicht bewilligt.

[29] Jochen Reinert, „Dank Afghanistans für die wirksame Hilfe der DDR: Parteizeitung der DVPA auf der neuen Anlage gedruckt“, Neues Deutschland, 23.7.1981.

[30] Martin John, „Gemeinschaftsarbeit für das Energieprogramm von Kabul“, Neues Deutschland, 25.5.1987.

[31] Susan Zerwinsky, „Ein deutscher Afghane“, in: in: Susan Zerwinski (Hg.), Lessing in Kabul, Deutsche Sprache, Literatur und Germanistik in Afghanistan, München 2008, S. 208-11.

[32] Lutz Schrader, in: Junge Welt, 15.12.1989, zit. nach: Wesh Zalmay, „Der vergessene Krieg: Die Geschichte des Afghanistan-Konflikts, Teil 2“, in: die andere, 21/1990 (15.6.1990), S. 12.

[33] Zu Parteien in Afghanistan vgl.: Thomas Ruttig, Islamists, Leftists – and a Void in the Center: Afghanistan’s Political Parties and where they come from (1902-2006), Konrad Adenauer Foundation, Kabul/Berlin 2006.

[34] “Wir konnten nur erste Samenkörner ausstreuen“…, ibid, S. 32.

 

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