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Der sehr aktive Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. hat im Oktober 2016 eine sehr nützliche, aktualisierte „Zusammenstellung aktueller Erkenntnisquellen zur Sicherheits- und Gefährdungslage in Afghanistan“ angefertigt. Alle Dokumente bzw Links zu ihnen finden sich hier:

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Damit kann vielleicht verhindert werden, dass inaktuelle Erkenntnisse und Einschätzungen auch kommenden gerichtlichen Entscheidungen zugrunde gelegt werden – siehe den Beitrag über die „Risikoberechnung“ der Bundesregierung als Grundlage für Asylentscheidungen,

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Als weiteres Hintergrundmaterial wird auch eine Broschüre von pro Asyl vom August 2016 empfohlen: „Afghanistan: Kein sicheres Land für Flüchtlinge“. Sie soll dem Eindruck entgegenzuwirken, Afghan*innen hierzulande seien Flüchtlinge dritter Klasse, ohne Aussicht auf ein Bleiberecht in Deutschland, sowie afghanischen Flüchtlingen und ihren Helfer/Berater*innen Hinweise unter Auswertung von Medienberichten und Reports unterschiedlicher Organisationen zu folgenden Fragen an die Hand geben:

Wie steht es um die aktuelle Sicherheitslage? Welche Gründe treiben die Menschen aus Afghanistan in die Flucht? Wie geht die Asyl-Rechtsprechung mit Afghan*innen um? Wie ist die wirtschaftliche Situation in dem vom Krieg gezeichneten Land? Was hätten Rückkehrer*innen zu erwarten?

(Pro-Asyl-Text:) Der Bundesinnenminister will afghanische Flüchtlinge im Asylverfahren vermehrt ablehnen und möglichst abschieben. Die hier zusammengetragenen Erkenntnisse geben Hinweise für Berater*innen und zeigen:  Die katastrophale Sicherheitssituation in Afghanistan sowie die desolate politische und ökonomische Lage gebieten es, afghanischen Flüchtlingen in Deutschland dauerhaft Schutz zu gewähren.

Seit Herbst 2015 diskreditiert Bundesinnenminister de Maizière in der Öffentlichkeit die Fluchtgründe von Afghan*innen – ungeachtet der seit Jahren hohen Anerkennungsquoten in den Asylverfahren und der sich auch im letzten Jahre weiter verschlechternden Sicherheitslage im Land. PRO ASYL  fordert  die sofortige Aussetzung aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für die Betroffenen.

Herausgeber: PRO ASYL
Autoren: Bernd Mesovic, Max Pichl
Format Din A4, 40 Seiten

Kostenloses PDF hier herunterladen.

Zur Bestellung (€1,50 Schutzgebühr) hier entlang.

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Für weitere Nachfragen:

Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.

Röpkestr. 12

30173 Hannover

Tel.: 0511/98 24 60 30    Mo-Fr: 10.00 bis 12.30, Di+Do: 14.00 bis 16.00

Fax: 0511/98 24 60 31

Mail: nds@nds-fluerat.org

www.nds-fluerat.org

www.facebook.com/Fluechtlingsrat.Niedersachsen

 

 

Hier auch nochmal ein Hinweis auf einer Veranstaltung des Flüchtlingsrates, bei der der Autor als einer der Referenten teilnehmen wird:

Sa, 3.12.,11:00 Uhr

„Afghanistan. Flucht. Perspektiven?“
Ort: Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats Niedersachsen e.V., Röpkestr. 12, Hannover

Der Flüchtlingsrat lädt im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu einem Vortrag mit Bernd Mesovic (PRO ASYL), Thomas Ruttig (Direktor des Afghanistan Analysts Networks) und jugendlichen Flüchtlingen aus Afghanistan.

Im Rahmen der Veranstaltung wird es um die aktuelle Lage sowie die Entwicklung in Afghanistan gehen. Außerdem wird der Umgang mit afghanischen Flüchtlingen in Deutschland in den Fokus genommen und (Bleiberechts-)Perspektiven erläutert.

Hier geht es zur Website der gesamten Veranstaltungsreihe „Menschenrechte grenzenlos! Veranstaltungsreihe zum Tag der Menschenrechte vom 07.11. bis 14.12.“ auf Initiative von kargah e.V. sowie 20 weiterer politischer und kultureller Organisationen.

 

 

 

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