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Zu der Episode zwischen Kanzlerin Merkel und dem afghanischen Jungen Edris, den ein CDU-Mitglied und Flüchtlingsunterstützer am Montagabend (28.11.) auf eine CDU-Konferenz in Heidelberg mitbrachte (FAZ-Bericht hier) habe ich nur eine Frage:

Warum brach die Kanzlerin nach ihrer Frage, wo die Mutter des Jungen sei, das Gespräch so schnell ab?

Die BBC hat den ganzen Dialog auf Video (hier):

Merkel: „Und ist deine Mama auch da?“

Edris: „Nee.“

Merkel: „Nee? – Na, dann üb mal weiter.“ (Nicht: „Wo ist sie denn?“)

Befürchtete sie die Antwort des Jungen: „Meine Mutter ist noch in Afghanistan?“

 

Ich gebe zu: das ist das Wappen der ehemaligen Ost-CDU (ein copyrightfreies der Bundes-CDU habe ich nicht gefunden). Aber das Motto (Ex oriente lux) passt hier ja auch irgendwie. Quelle: Günther: Politische Symbolik..., DER FLAGGENKURIER Nr. 11/2000; This file depicts the flag of a German Körperschaft des öffentlichen Rechts (corporation governed by public law). According to § 5 Abs. 1 of the German Copyright law, official works like flags are gemeinfrei (in the public domain).

Ich gebe zu: das ist das Wappen der ehemaligen Ost-CDU (ein copyrightfreies der Bundes-CDU habe ich nicht gefunden). Aber das Motto (Ex oriente lux) passt hier ja auch irgendwie. Quelle: Günther: Politische Symbolik…, DER FLAGGENKURIER Nr. 11/2000; This file depicts the flag of a German Körperschaft des öffentlichen Rechts (corporation governed by public law). According to § 5 Abs. 1 of the German Copyright law, official works like flags are gemeinfrei (in the public domain).

 

Hinter dieser Meldung verblasste, dass die Kanzlerin auf einer vorhergehenden CDU-Regionalkonferenz (am vergangenen Freitag in Neumünster) hingegen Klartext sprach, auch zu Afghanistan. Hier Auszüge aus einem Bericht der Welt vom 25.11.16:

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet damit, dass in diesem Jahr rund 100.000 Migranten und Flüchtlinge ohne Bleiberecht Deutschland verlassen werden.

Ein Drittel davon werde zwangsweise in ihre Heimatländer zurückgebracht, sagte Merkel am Freitagabend auf einer CDU-Regionalkonferenz in Neumünster. Rund 60.000 würden mit freiwilligen Rückführprogrammen in ihre Heimat zurückkehren.

Merkel mahnte die Bundesländer, abgelehnte Asylbewerber notfalls auch abzuschieben.  [Dort gibt es Widerstand bzw Bedenken, siehe meine Zusammenfassung hier.] Dies erhöhe die Bereitschaft zu einer freiwilligen Rückkehr, bei der die Betroffenen ein Flugticket und eine Starthilfe in ihre Heimat bekämen.

„Wenn aber Landesregierungen sich weigern, auch zwangsweise zurückzuführen, dann sagt natürlich jeder, ‚das mache ich freiwillig nicht, weil die ja doch nichts machen’“, warnte Merkel.

Hintergrund ist der Beschluss des neuen rot-rot-grünen Senats in Berlin, Abschiebungen stark zu reduzieren.

Merkel räumte Probleme der Rückführungen etwa nach Afghanistan ein. Afghanistan habe ein besonderes Problem, weil neben den aus Deutschland zurückkehrenden, abgelehnten Asylbewerbern derzeit 1000 bis 2000 Afghanen täglich aus Pakistan in das vom Bürgerkrieg zerrüttete Land zurückkehrten.

Trotz der unsicheren Lage in Afghanistan droht 12.500 der rund 250.000 in Deutschland lebenden Afghanen die Abschiebung. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linken hervor.

Dies ändere aber nichts an der Notwendigkeit der Rückführung. „Es kann nicht sein, dass alle jungen Menschen aus Afghanistan nach Deutschland kommen“, sagte die Kanzlerin. [Was ja nicht der Fall ist: 60 Prozent der etwa 30 Millionen Afghanen sind 25 Jahre alt oder jünger.]

 

 

 

 

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