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Hier die nächsten Ankündigungen zu Veranstaltungen zum Thema Afghanistan bzw Flüchtlinge – die erste davon mit meiner Beteiligung:

 

Islamistische Demonstration in Kabul (ca 2014). Foto aus den sozialen Medien.

Islamistische Demonstration in Kabul (ca 2014). Foto aus den sozialen Medien.

 

Wiesbaden, 19.1.17:

Afghanistan: Ein Land im Spannungsfeld von (Welt-)politik, ethnischen Konflikten und religiösem Radikalismus

Vortrag und Gespräch

In der Veranstaltung „Afghanistan – Ein Land im Spannungsfeld von (Welt-)politik, ethnischen Konflikten und religiösem Radikalismus“ befassen sich die Referenten Volker Bausch (zugleich Moderation), Botschafter a.D. Dr. Gunter Mulack (Berlin) und Thomas Ruttig (Kabul) in internationaler Perspektive mit den historischen und aktuellen politischen, religiösen und ethnischen Konflikten in Afghanistan. Im Mittelpunkt steht die nach wie vor virulente Gefahr des religiösen Extremismus. Im Anschluss an die drei Vorträge wird unter Moderation von Volker Bausch ein Gespräch mit den Referenten stattfinden, das die Themenstellungen vertiefen und Fragen aus dem Publikum aufnehmen wird.

Thomas Ruttig, Asienwissenschaftler, ist Ko-Direktor des unabhängigen Thinktanks „Afghanistan Analysts Network“ mit Sitz in Kabul und Berlin. Er arbeitet seit 1985 zu Afghanistan, war u.a. im diplomatischen Dienst, als außen- und entwicklungspolitischer Journalist und Mitarbeiter der UNMissionen Unsma/Unama insgesamt etwa 12 Jahre lang im Land tätig. Seit 2008 arbeitet er als unabhängiger Analyst und Autor. Er spricht fließend Pashto and Dari.

Dr. Gunter Mulack, Jurist und Islamwissenschaftler, Botschafter a.D., war 1971-2008 im Auswärtigen Dienst tätig, zunächst mit Stationen u.a. in Ägypten, Libanon, Kuwait und Jordanien. Ab 1991 war er deutscher Botschafter in Kuwait und Bahrain, dann 1999-2002 in Syrien und 2005-2008 in Pakistan. Seit 2008 ist er Direktor des Deutschen Orient-Instituts in Berlin.

Durch die Veranstaltung wird Volker Bausch führen. Er ist ausgebildeter Pädagoge mit insgesamt 18 Jahren Auslandserfahrung als Lehrkraft/Bildungsmanager u.a. 2002–07 in Afghanistan, 2011–16 war er Direktor der Point Alpha Stiftung und Geschäftsführer der Point Alpha Akademie.

Datum

Donnerstag, 19. Januar 2017, 14.30 bis 17.00 Uhr

Ort

Hessisches Hauptstaatsarchiv

Mosbacher Str. 55

65187 Wiesbaden

Kosten

Ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben.

Akkreditierung

Für Lehrerinnen und Lehrer: Die Akkreditierung ist bei der Hessischen Lehrkräfteakademie beantragt.

Anmeldung

Anmeldung telefonisch, per E-Mail oder mit dem Formular im verknüpften Flyer bitte bis zum 12. Januar 2017 an:

Ludmila Neugebauer

Hessische Landeszentrale für politische Bildung

Taunusstr. 4 – 6, 65183 Wiesbaden

Telefon: 0611/32-4071, Fax: 0611-3240-77

Email: Ludmila.Neugebauer@hlz.hessen.de

Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Mehr Informationen auf der Webseite der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

 

 

Templin, 19.1.17:

Krisenherd Afghanistan: „Was wir heute über das Land wissen sollten“ am 19. Januar 2017 in Templin

Die Terroranschläge des 11. September 2001 hatten eine Intervention in Afghanistan zur Folge. Das Taliban-Regime war abgesetzt und der Wiederaufbau des Landes sollte auf den Weg gebracht werden. Zu diesem Zweck wurde noch im gleichen Jahr der ISAF-Einsatz (International Security Assistance Force) durch die Vereinten Nationen mandatiert. Im Jahr 2014 fand dann der erste demokratische Machtwechsel in Afghanistan statt, doch es wird vermutet, dass dabei auch Wahlbetrug eine Rolle gespielt hat. Ende des gleichen Jahres sind die letzten ISAF-Streitkräfte abgezogen worden und lediglich eine kleine Gruppe soll weiterhin für Beratung, Finanzierung und Ausbildung zur Verfügung stehen („Resolute Support“).
Afghanistan wird seit 2015 auch vom IS bedroht, die Taliban ist uneins und oft gewalttätiger denn je. Parallel ist außerdem die Zahl geflüchteter Afghan/innen in Deutschland deutlich gestiegen.

Mit Michael Daxner möchten wir über das Land und seine Bevölkerung sprechen. Wie können wir uns den Alltag im Land vorstellen, wie funktioniert das Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und Religionen? Welche Perspektiven sehen die Menschen und welche Gründe treiben viele dazu das Land zu verlassen? Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und unserem Gast diskutieren.

Michael Daxner, deutsch-österreichischer Sozialwissenschaftler; Leiter des Forschungsprojekts „Sicherheit und Entwicklung in Nordost-Afghanistan“ an der FU Berlin (SFB 700) und seit 2003 in Afghanistan engagiert.

Veranstaltungsort:

Festsaal im Historischen Rathaus

Am Markt 19

17268 Templin

Veranstaltungsdatum:

Donnerstag, 19. Januar 2017

18 Uhr

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei

Um eine Anmeldung wird zu Planungszwecken per Mail unter anmeldung@boell-brandenburg.de gebeten

Kontakt und weitere Informationen: 

Frau Rebecca Ruff 
ruff@boell-brandenburg.de
Tel.: 0331 200578 0

Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg


Tel: 0331 200 578 0

 

 

Berlin, 23.1.17:

Paradigmenwechsel in der EU-Flüchtlingspolitik: Alles auf Abschottung?

23. Januar 2017, 16.00 – 20.00 Uhr

Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus

mit: Claudia Roth, MdB Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Luise Amtsberg, MdB, Sprecherin für Flüchtlingspolitik, Uwe Kekeritz, MdB, Sprecher für Entwicklungspolitik, Omid Nouripour, MdB, Sprecher für Außenpolitik, Stefan Keßler, Jesuiten Flüchtlingsdienst, Referent für Politik und Recht und Stephan Dünnwald, Bayerischer Flüchtlingsrat

Der Versuch, Asylsuchende gerechter auf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu verteilen, ist gescheitert. Seither scheinen die EU-Mitgliedstaaten vor allem dafür sorgen zu wollen, dass möglichst wenige Menschen bei uns ankommen. Es werden Zäune gebaut, Grenzen geschlossen – und mit Partnerstaaten im Nahen Osten und Afrika über die Rücknahme von Geflüchteten verhandelt.

Längst ist es auf Grundlage des EU-Türkei-Abkommens möglich, einen Großteil der syrischen Flüchtlinge dorthin zurück zu schicken. Mit dem Libanon und Jordanien wurden vergleichbare Verträge vereinbart; die Verhandlungen mit Ländern wie Äthiopien oder Mali laufen auf Hochtouren. Europäische Entwicklungsgelder drohen zudem, vermehrt in Grenzschutzmaßnahmen umgeleitet zu werden – zum Beispiel im Sudan, dessen Regierungschef vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermordes gesucht wird.

Zwar betont auch die Bundesregierung gern die kooperativen Elemente dieses neuen politischen Ansatzes. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht aber die Gefahr, dass die asylpolitische Verantwortung der Europäischen Union gerade auf andere Staaten abgeladen wird.

Handelt es sich also bei den geplanten Kooperationen um genuine Partnerschaften, oder sollen Flüchtende möglichst früh abgefangen werden? Arbeiten die EU-Mitgliedstaaten auf Verbesserungen für die Schutzsuchenden in Transitstaaten hin, oder wird hier letztlich das individuelle Recht auf Asyl untergraben? Und wie soll bei alledem gewährleistet sein, dass die Menschenrechte der Betroffenen gewahrt bleiben?

Über diese und weitere Fragen wollen wir am 23. Januar konstruktiv und kontrovers diskutieren: mit der Regierungsebene, mit der Zivilgesellschaft – und mit Ihnen!

Weitere Informationen zur Fachtagung und Anmeldung hier.

Die Online-Anmeldung ist bis zum 19. Januar 2017 möglich.

 

 

 

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