In einem Artikel von Markus Decker, der am 24.1.2017 simultan in der Berliner und der Mitteldeutschen Zeitung sowie im Kölner Stadtanzeiger erschien, standen folgende längeren Zitate von mir im Kontext der letzten Sammelabschiebung abgelehnter afghanisches Asylbewerber nach Afghanistan (Details hier):

Dieses Foto auf der Webseite von Hasht-e Sobh schient die Ankömmlinge vom 24.1.17 zu zeigen.

Dieses Foto auf der Webseite von Hasht-e Sobh schient die Ankömmlinge vom 24.1.17 zu zeigen.

 

Der Afghanistan-Experte Thomas Ruttig sagte dieser Zeitung: „Die Abschiebungen sind nicht zulässig. Denn Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland.“ Dass die Bundesregierung dennoch von anderen Voraussetzungen ausgehe, habe „im Wesentlichen mit innenpolitischen Faktoren zu tun“. 

Das UN-Flüchtlingshilfswerk komme nämlich zu der Einschätzung, dass sich die Situation am Hindukusch weiter verschlechtere, so Ruttig. „Die Auffassung teile ich.“

Der Co-Direktor des Think Tanks Afghanistan Analysts Network sieht das Land im Übrigen auch aufgrund des neuen US-Präsidenten Donald Trump „auf des Messers Schneide“ stehen. Dieser habe erklärt, dass der Afghanistan-Einsatz zu viel Geld koste.

Wenn Trump der afghanischen Regierung deshalb die Unterstützung entziehe, dann schwebe sie in Gefahr, und es erhöhten sich die Chancen der Taliban. Ruttig warnte: „Dann kann man längerfristig auch einen Zusammenbruch der Regierung nicht mehr ausschließen. Und alle Anstrengungen der letzten 16 Jahre wären umsonst gewesen.“

 

 

 

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