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„Exit-Strategie gesucht“ hieß eine Diskussion, die der Deutschlandfunk gestern abend (30.8.17) sendete – aber diskutiert wird breiter, ausgehend vor der durchaus richtigen, aber bemerkenswerten Annahme der Redaktion, dass das Thema Afghanistan im deutschen Bundestagswahlkampf keine Rolle spiele. Warum eigentlich nicht?

Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls „unterschiedlich unsicher“, sagte Thomas Ruttig. Es sei empörend, Afghanen als Wirtschaftsflüchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Behörden schienen zwei Arten von Gefährdung zu sehen: Eine für Ausländer und eine andere für Einheimische. Da würden sich „die Deutschen in die Tasche lügen“, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert.

Hören sie am besten selbst – eine dreiviertel Stunde Afghanistan im Radio kriegt man nicht mehr so häufig. Teilnehmer:

SPIEGEL-Korrespondentin Susanne Koelbl

Thomas Wiegold vom Verteidigungsblog „Augen Geradeaus“, freier Journalist

Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network

Diskussionsleitung: Klaus Remme

Hier kann man die Sendung nachhören.

 

Kabuler Graffiti. Foto: Thomas Ruttig.

 

Hier noch ein weiteres Interview von mir vom 22.8.17 mit dem Schweizer Rundfunk.

 

 

 

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