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Hiermit möchte ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs, allen Menschen in Afghanistan, jenen die sich für das Land interessieren sowie all jenen, die das „iranische“ Neujahr Naurus feiern, frohe Feiertage (in Afghanistan ist morgen mit dem „Tag des Bauern“ ebenfalls noch Feiertag, aus dessen Anlass in vielen Provinzen Märkte stattfinden) sowie ein hoffentlich friedliches neues Jahr 1397 wünschen.

Auftritt von des Sängers Safdar Tawakuli beim Gul-e Surch-Neujahrsfestival in Masar-e Scharif 1384 (2005). Foto: Thomas Ruttig

 

که یو ګل و ماته راکړې د خپل باغ// خدای د تا ترو تازه لري تر باغ

نور باغونه د نوروز به ورځ غوړېږي// پر اهاړ کړي غوړېده د کابل باغ

 

Wenn du mir eine Blume aus deinem Garten gibst,

möge Gott dich frischer als den Garten halten.

Andere Gärten blühen nur während des Naurus,

doch die Gärten Kabuls blühen selbst bei sengender Hitze

(Chushhal Chan Chattak)

 

سال و فال و مال و حال و اصل و نسل و تخت و بخت//بادت اندر شهریاری برقراروبر دوام

سال خرم فال نیکو مال وافر حال خوش//اصل ثابت نسل باقی تخت عالی بخت رام

 

Möge dein Jahr, dein Glück, dein Ursprung, deine Generation, dein Thron, dein Glück weiter blühen in deinem majestätischen Königreich.

Mögest du gesegnet sein mit einem frohen Jahr, göttlichen Zeichen, einem Reichtum an Gütern und einer glücklichen Stimmung, noblen Nachkommen, der Fortdauer deiner Generation, einem hohen Thron, und einem friedlichen Schicksal.

(Hafiz)

Nicht nur die Tulpen, auch die Mandelbäume blühen in Afghanistan zu Naurus. Foto: Thomas Ruttig.

Nicht nur die Tulpen, auch die Mandelbäume blühen in Afghanistan zu Naurus. Foto: Thomas Ruttig.

 

Da viele Afghanen kriegsbedingt Zuflucht in Deutschland gesucht haben, ihnen es aber pauschal-landsmannschaftlich schwer gemacht wird, diese zu finden („schlechte Bleibeperspektive“ und ähnliche Schlagworte), hier ein paar „Worte zum Naurus-Fest“, die ich einem heute in der taz veröffentlichten Interview mit Dominik Bartsch, seit Februar Repräsentant des UN-Flüchtlingshochkommissars in Deutschland, entnommen habe: Dort sagte er auf die Frage „Seit 2016 wurden Hunderte Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben. Darf das weiter geschehen?“:

Wir sagen, dass die Einzelfallprüfung die Hauptprämisse sein muss. Es muss sehr sauber geprüft werden, welche Umstände es individuell gibt, statt das Land pauschal in vermeintlich sichere und vermeintlich unsichere Gebiete aufzuteilen. Wir würden darauf drängen, dass auch Fälle, deren Ablehnung weiter zurück liegt, nochmal angesehen werden.

Und weiter:

Im Völkerrecht ist eine Obergrenze nicht vorgesehen (…).

Übrigens kennt die Genfer Flüchtlingskonvention keine „illegale Einreise“, denn wer verfolgt ist, kann in den seltensten Fällen den Behördenweg gehen.

Naurus-Karussell in Masar 2005. Foto: Thomas Ruttig.

 

 

 

 

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