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Die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan, die für  Mittwoch den 12.2.20 erwartet wird, wird nach Informationen aus Kreisen der Flüchtlingsunterstützer in Düsseldorf abfliegen.

Die ursprüngliche Meldung über den Termin hatte der Bayerische Flüchtlingsrat verbreitet (siehe hier). In Bayern seien inzwischen sieben Personen bekannt,  die in Abschiebehaft genommen worden seien.

Bereits am 4.2.20 ging nach Medienberichten aus Österreich ein weiterer schwedisch-österreichischer Abschiebeflug nach Kabul. An Bord war ein seit 2016 im Burgenland lebende und zum katholischen Glauben konvertierter Afghane. Ein außerordentlicher Einspruch wurde vor der Abschiebung nicht mehr bearbeitet. Er sei auf einen Flug nach Schweden gekommen und von dort nach Kabul geflogen worden. Österreich und Schweden haben bereits in der Vergangenheit mehrere gemeinsame Abschiebeflüge nach Afghanistan durchgeführt. Wie viele Abgeschobene auf diesem Flug waren, ist nicht bekannt. Die Diözese Eisenstadt hatte gegen die drohende Abschiebung Zafaris protestiert (sieh hier und hier) und Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) um ein humanitäres Bleiberecht für den Betroffenen gebeten, da ihm im Falle einer Abschiebung Todesgefahr drohe. Das erwies sich als vergeblich.

Meine Berichterstattung über den vorherigen deutschen Abschiebeflug und Gesamtzahlen hier.

Hier meine letzte kurze Zusammenfassung der Lage in Afghanistan, und hier zu sozio-ökonomischen Situation.