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Wie das Leben manchmal so spielt, sind in der vergangenen Woche gleich zwei Podcasts mit längeren Interviews mit mir erschienen, auf die ich hier hinweisen möchte.

Afghanische Landschaft mit Schnee (Paghman, Ostern 2005). In diesem Jahr gibt es in Afghanistan bedeutend weniger Schnee, so dass für das kommende afghanische Jahr ein „moderates bis hohes“ Dürre-Risiko besteht (siehe hier bei AAN; Foto: Thomas Ruttig).

Der erste Podcast gehört zur Reihe Spotlight Asia des Grassroots-Thinktanks Polis180, diese Folge firmiert unter „Live aus Kabul“ (hmm hmm, nun ja, nicht wirklich, im Moment), und Moderator ist Amadeus Marzai. Die Produzenten schrieben:

Mit Thomas Ruttig beleuchten wir die innerafghanischen Friedensverhandlungen und die zahlreichen, damit verbundenen Herausforderungen. Wir sprechen über Fehler des Westens, Zivilgesellschaft in Friedensprozessen, die innere Kohäsion der Taliban und noch vieles mehr.

Thomas Ruttig hat insgesamt schon mehr als 13 Jahre in Afghanistan verbracht und das Land am Hindukusch dabei aus den verschiedensten Perspektiven kennengelernt. Ob als DDR-Diplomat, UN-Mitarbeiter, politischer Berater für die bundesdeutsche Botschaft in Kabul, Wissenschaftler oder Journalist. Thomas kann man sicherlich als den deutschen Afghanistan-Experten schlechthin bezeichnen.

Tashakkur az gulha/ le guluno zcha manena! (Danke für die Blumen.)

Hier geht’s zum Anhören:


Der zweite Podcast mit dem Titel „Warum Afghanistan nicht sicher ist“ läuft in der Reihe „Asyl im Dialog – der Podcast der Refugee Law Clinics Deutschland“ von Victoria Lies (#fokusherkunftsländer). 

Dazu heißt es:

Ein Gespräch mit Thomas Ruttig vom Afghanistan Analystas Network darüber, wieso Afghanistan nicht sicher ist. Darüber, wieso es einen sofortigen Abschiebestopp braucht.

Afghanistan ist das gefährlichste Land der Welt mit mehr als 100.000 getöteten Zivilist*innen in den vergangenen zehn Jahren. 

Als hätte das Bundesinnenministerium vergessen, dass wir gerade mitten in einer weltweiten Pandemie stecken, finden leider weiterhin Abschiebeflüge nach Afghanistan statt. Wie sich Corona in diesem zerrütteten Land auswirkt, was ganz grundsätzlich die Hintergründe der Konflikte sind und was nach Afghanistan Abgeschobene dort erwartet, hört ihr in dieser Folge.

Man kann den Postcast überall hören, wo es Podcasts gibt, wurde mir gesagt. Abofrei zum Beispiel auch hier:  

https://podcastaddict.com/episode/119185117

Hört doch mal rein.

Auslauf des trocken gefallenen Amir-Ghazi-Damm in Chak-e Dschabbar, Provinz Kabul, gebaut unter Amir/König Amanullah (1919-29). Foto: Thomas Ruttig (2005).