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Anzeichen verdichten sich, dass das seit Oktober 2018 in Katars Hauptstadt Doha verhandelte Afghanistan-Abkommen zwischen den USA und den Taleban (aber ohne die afghanische Regierung) am Wochenende präsentiert werden könnte. Unterzeichnet sollen es beide Seiten schon haben, so ein Tweet des Taleban-Sprechers Sabihullah Mudschahed am Abend des 29. August. Ein Friedensabkommen ist das aber noch nicht, denn es wird erst zwei Themen behandeln – den Abzug der US- und anderen verbündeten ausländischen Truppen (davon ca 1500 von der Bundeswehr) sowie Taleban-Garantien gegen Aktivitäten von al-Qaeda und dem Islamischen Staat in den Gebieten Afghanistans, die sie kontrollieren. Einen umfassenden Waffenstillstand wird es noch nicht geben, da die Taleban diesen ablehnen und eine Feuerpause nach Abkommensschluss nur auf die ausländischen Truppen begrenzen will.

Trotz US-Taleban-Abkommens wird es noch keinen umfassenden Waffenstillstand geben: Autobombenanschlag auf Polizeireview in West-Kabul, Pul-e Suchta, am 8.7.8.19 mit wohl 10 Toten und fast 100 Verletzten. Foto: Kabul Now/Twitter

 

Nicht zuletzt deuten auch Äußerungen des US-Präsidenten darauf hin, dass das Abkommen fertig ist, siehe hier in der Zeit:

Nach einem möglichen Abkommen mit den radikalislamischen Taliban will US-Präsident Donald Trump zunächst 8.600 amerikanische Soldaten in Afghanistan belassen. „Wir werden auf 8.600 runtergehen und dann von dort aus festlegen, wie es weitergeht“, sagte Trump in einem Interview mit Fox News Radio. „Wir werden dort weiter Truppen haben“, sagte er, betonte aber: „Wir werden unsere Präsenz deutlich reduzieren.“ Trump hat seit Langem zum Ziel, die Zahl der US-Truppen in Afghanistan zu senken.

Hier meine bisher letzte Vorberichterstattung zu diesem Thema im ND.

Und hier – NEU – meine ausführliche Analyse bei AAN.

 

 

 

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